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„Reisen mit Kreditkarte“ – Verbraucherfrage der Woche der ERV

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Martha G. aus Mannheim:
Im Frühjahr fliege ich nach Asien. Was sollte ich beachten, wenn ich vor Ort mit Kreditkarte bezahle?

Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung):
Grundsätzlich können Urlauber im Ausland mit jeder Kreditkarte bezahlen oder Geld abheben. Allerdings kann es hilfreich sein, die Bank vorher über Ziel und Zeitraum der Reise in Kenntnis zu setzen. So sind die Mitarbeiter über Zahlungsvorgänge im Ausland informiert und gehen nicht von einem Diebstahl der Karte aus. Das beugt einer eventuellen Sperrung als Sicherheitsmaßnahme vor. Außerdem sollten Reisende sich vorab bei ihrer Bank über mögliche Gebühren im Ausland und eine Begrenzung beim Geldabheben erkundigen. Ein extra für den Urlaub eingerichtetes Limit kann bei Diebstahl oder Verlust der Karte eine komplette Plünderung des Kontos verhindern. Wer für einen Mietwagen eine Kaution hinterlegen muss, sollte das bei der Festlegung des Limits bedenken. Zwar blocken die meisten Anbieter den Betrag nur und buchen ihn nicht direkt ab, dennoch steht das Geld zunächst nicht zur Verfügung. Für solche Fälle eignet sich auch eine zweite Kreditkarte. Zusätzlich sollte auch immer eine weltweit gültige Sperrnummer mit ins Gepäck, die möglichst getrennt von der Kreditkarte lagert. Bei Auszahlungen am Geldautomaten empfiehlt es sich, in der Landeswährung abzuheben. Das spart Geld, denn Urlauber erhalten so meist einen besseren Wechselkurs. Bezahlen Reisende in Geschäften oder Restaurants, sollten sie die Karte im Auge behalten und Transaktionen nicht außer Sichtweite stattfinden lassen. Um Missbrauch auszuschließen, ist es ratsam, Belege, Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen gründlich zu prüfen. Fällt eine ungewöhnliche Abbuchung auf, sollten Urlauber dies umgehend bei ihrer Bank melden.
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Über die ERV
Die ERV (Europäische Reiseversicherung) versteht sich über ihre Kompetenz als Reiseversicherer hinaus als innovatives Dienstleistungsunternehmen. Die ERV hat über 100 Jahre Reiseschutz-Geschichte geschrieben und ist Marktführer unter den Reiseversicherern in Deutschland. Als einer der führenden Anbieter in Europa ist sie heute in über 20 Ländern vertreten. Mit ihrem internationalen Netzwerk sorgt die ERV dafür, dass ihre Kunden vor, während und nach einer Reise optimal betreut werden.
Die ERV ist der Spezialist für Reiseschutz der ERGO und gehört damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.
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„Sonne, Schnee & Pistenglück“ – Verbraucherinformation der ERV

Tipps für sicheres Skifahren und Snowboarden im Frühjahr

"Sonne, Schnee & Pistenglück" - Verbraucherinformation der ERV

Wird der Schnee durch die Sonne sulzig, müssen Skifahrer mehr Kraft aufwenden.
Quelle: ERGO Group

Milde Temperaturen, Sonnenschein und weicher Schnee: Für Ski- und Snowboardfahrer sind die Frühlingstage auf den Pisten ein Genuss. Wer bei bereits wieder intensiver Sonne unterwegs ist, sollte aber einige Regeln beachten. Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV, gibt Tipps zu Fahrweise, Ausrüstung und Versicherungsschutz.

Fit für wechselhafte Schneeverhältnisse

Wer zum Ende der Saison im März oder April in die Skigebiete fährt, genießt häufig schönsten Sonnenschein. Allerdings müssen sich die Urlauber im Tagesverlauf auf unterschiedliche Pistenverhältnisse einstellen: Die noch kalten Temperaturen in der Nacht führen dazu, dass es am Morgen oft noch frisch und die Pisten recht hart sind. Das bedeutet: Skifahrer sollten intensiv ihre Kanten einsetzen. Gleiches gilt natürlich auch für Snowboarder. Im Laufe des Tages schmilzt der Schnee durch die immer stärker werdende Sonne und wird sulzig. Jetzt brauchen die Sportler viel Kraft, um den schweren Schnee wegzudrücken. Wichtig ist es dann, dass die Bretter gut gewachst und genügend Kraftreserven vorhanden sind. „Wer im Frühjahr auf den Pisten unterwegs ist, sollte körperlich fit sein, um auch am Nachmittag unfallfrei durch den schweren Schnee zu kommen“, so Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV. Lassen die Kräfte nach, ist es besser, auf einer Hütte eine Pause zu machen und die Sonne zu genießen. Oder direkt mit Lift oder Gondel ins Tal abzufahren.

Flexible Kleidung für kalt bis warm

Frühjahrs-Skifahren bedeutet zwar viel Sonne, aber nicht unbedingt dünne Kleidung. Denn am Morgen kann eine Liftfahrt in hohen Lagen selbst Hartgesottenen eisig in die Glieder fahren. Daher empfiehlt die ERV Expertin Skikleidung in mehreren Lagen sowie einen Rucksack. Bei ansteigender Wärme oder während einer Hütten-Pause kann dann ein Oberteil in den Rucksack wandern. Handschuhe und Jacke sollten Skifahrer auf der Piste jedoch immer anbehalten: Ein Sturz ohne Handschuhe kann unangenehme Abschürfungen zur Folge haben, eine Jacke schützt gegen den Fahrtwind. Das gilt umso mehr für Snowboarder, da sie auch ohne Sturz deutlich mehr Schneekontakt haben. Zwar gibt es in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz für Erwachsene auf den Pisten keine Helmpflicht. Birgit Dreyer rät dennoch dazu, einen Helm zu tragen: Er schützt bei einem Unfall vor schweren Kopfverletzungen. Ebenfalls immer mit dabei sein sollten eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine UV-Strahlen abweisende Sonnenbrille.

Mit Skiern hin, mit Gips zurück?

Für Urlauber, die außerhalb Deutschlands, zum Beispiel in Österreich, Italien oder in der Schweiz Skifahren wollen, ist eine Auslandskrankenversicherung empfehlenswert. Zwar bietet die gesetzliche Krankenversicherung innerhalb der europäischen Union auch im Ausland einen gewissen Schutz. „Die Kassen erstatten die Arzt- und Behandlungskosten jedoch nur bis zur Höhe der deutschen Regelsätze. Im Ausland sind Medikamente und Therapiemaßnamen aber häufig teurer als in Deutschland. Das bedeutet: Der verunglückte Wintersportler muss unter Umständen kräftig zuzahlen“, weiß Birgit Dreyer. Auch für die Suche und Bergung von Verletzten kommen die gesetzlichen Kassen nicht auf. „Vor allem wenn der Verletzte mit dem Hubschrauber abtransportiert werden muss, können schnell mehrere tausend Euro anfallen“, gibt die ERV Expertin zu bedenken. Mit einer Auslandskrankenversicherung sind Winterurlauber auf der sicheren Seite; eventuelle Bergungskosten sind hier inkludiert. Sie übernimmt auch die Auslagen für einen Krankenrücktransport. Dieser wird von den gesetzlichen Krankenkassen übrigens grundsätzlich nicht übernommen – das gilt auch für Deutschland.
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„Übergepäck vermeiden“ – Verbraucherfrage der Woche der ERV

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Lisa M. aus Seefeld:
Für meine dreiwöchige Fernreise habe ich eine lange Packliste. Wie kann ich Übergepäck vermeiden? Und wie sind eigentlich die Regelungen der Airlines bei Übergepäck?

Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung):
Um Übergepäck zu vermeiden, können Urlauber bereits beim Kauf ihrer Gepäckstücke auf möglichst wenig Eigengewicht achten. Beim Packen lässt sich dann vor allem bei der Kleidung Gewicht sparen: Zum einen reichen in der Regel drei bis vier Outfits pro Woche aus. Zum anderen können Reisende schwere Kleidung, wie festes Schuhwerk oder eine dicke Jacke, während des Flugs tragen. Wer im Urlaub gerne liest, für den kann sich die Anschaffung eines E-Book Readers lohnen. Zusätzlich sollten sich Urlauber über die Ausstattung des Hotels informieren. In vielen Hotelzimmern sind beispielsweise Föhn oder Pflegeprodukte wie Shampoo und Duschgel vorhanden. Besonders schwere Dinge wie Kamera oder Laptop können Reisende im Handgepäck verstauen. Bei den meisten Airlines sind zwischen 15 und 20 kg Freigepäck inklusive. Überschreitet der Koffer dieses Gewicht, müssen Fluggäste oft ordentlich drauf zahlen. Wer schon vor dem Check-in weiß, dass sein Koffer das Freigepäck überschreitet, kann dennoch Geld sparen. Denn viele Airlines bieten Übergepäckpakete an: Für eine Pauschale, die deutlich niedriger ist als die Gebühren am Flughafen selbst, kann der Gast auf der Website der Airline zusätzliches Gewicht buchen. Regelungen und Gebühren der jeweiligen Airline finden Fluggäste ebenfalls auf deren Website. Für den Fall der Fälle empfiehlt sich eine Reisegepäckversicherung. Sie springt ein, wenn das aufgegebene Gepäck verloren geht oder beschädigt wird.
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„Sonne satt statt Weihnachtsstress“ – Verbraucherinformation der ERV

Tipps für Last-Minute-Urlaub während der Feiertage

"Sonne satt statt Weihnachtsstress" - Verbraucherinformation der ERV

Weihnachten unter Palmen klingt für viele verlockend.
Quelle: ERGO Group

Die einen freuen sich auf gemütliche Weihnachtstage und rauschende Silvesterpartys. Die anderen haben die Nase voll vom miesen Wetter und dem Weihnachtsstress. Warum nicht spontan ein paar Tage Urlaub in der Sonne buchen, fern von Lebkuchen & Co.? Was Urlauber beachten sollten, wenn sie kurzfristig die Feiertage in wärmeren Gefilden genießen wollen, weiß Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV Europäischen Reiseversicherung.

Achtsam mit dem Temperaturwechsel umgehen

Weihnachten statt unter dem Christbaum in der Sonne verbringen und im Meer entspannt dem neuen Jahr entgegen schwimmen – nicht nur für Weihnachts- und Silvester-Muffel klingt das verlockend. Für einen Bade- und Strandurlaub müssen Reisende um diese Jahreszeit allerdings weit um den Globus fliegen. „In Indonesien, Thailand oder der Karibik herrschen zu dieser Zeit Temperaturen um die 30 Grad und das Wasser ist angenehm warm“, weiß Birgit Dreyer von der ERV. Allerdings sollten Urlauber den Körper auf den schnellen Temperaturwechsel vorbereiten. „Kurzentschlossene können beispielsweise durch Sauna-Gänge die Hitzetoleranz des Körpers erhöhen und die Temperaturregulation trainieren“, so die Reiseexpertin. Sie empfiehlt Spontanurlaubern, sich angesichts von möglichen Minusgraden am Abflugort und der Klimaanlagen im Flugzeug während der Reise warme Kleidung anzuziehen – selbst wenn am Zielort tropische Temperaturen herrschen. Im Zwiebellook gekleidet, können Reisende am Zielflughafen die wärmenden Schichten ablegen. Diese Reisekleidung bietet sich auch für den Rückflug in den deutschen Winter an. Am Ziel angekommen gilt es, den Organismus langsam an die heißen Temperaturen zu gewöhnen. „Dabei können während der ersten Tage viele Ruhepausen – am besten im Schatten – helfen. Die pralle Sonne sollten Urlauber erst einmal meiden“, empfiehlt Birgit Dreyer. Und fügt hinzu: „Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist für die empfindliche Winterhaut ein absolutes Muss! Ebenso wichtig ist es, viel zu trinken – aber weder sehr heiße, noch sehr kalte Getränke. Sie können den Körper zusätzlich belasten.“

Flexibilität hilft bei spontaner Buchung

Mit dem Wunsch nach Sonne und stressfreien Feiertagen ist niemand alleine. Deshalb sollten Last-Minute-Urlauber flexibel sein hinsichtlich des Reiseziels, des Abflug-Flughafens und der konkreten Reisetermine. Vor der Wahl des Reiseziels kann sich ein Blick auf die Website des Auswärtigen Amtes lohnen. Hier finden Reisefreudige zum Beispiel allgemeine Reiseinformationen oder auch Auskunft über den notwendigen oder empfohlenen Impfschutz des ausgewählten Landes. Last-Minute-Angebote der großen Reiseveranstalter finden Interessenten bei vielen Buchungsportalen im Internet. Zudem gibt es Websites, die sich ausschließlich auf Last-Minute-Angebote spezialisiert haben. Aber auch in örtlichen Reisebüros können Sonnenhungrige tolle Angebote ergattern. Möchten sie besonders günstig reisen, können sie An- und Abreise beispielsweise auf einen Wochentag legen, denn die Flüge sind dann meist günstiger. Ist das passende Angebot dabei, sollten sie nicht zu lange mit der Buchung warten. Solche Schnäppchen sind meist nur begrenzt verfügbar und können daher schnell ausgebucht sein.

Absichern mit Impfungen und Versicherungen

Obwohl gerade bei kurzfristiger Buchung oft alles sehr schnell gehen muss, sollten Reisende ihren Impfschutz nicht vergessen. Welche Impfung für das ausgewählte Reiseziel empfohlen ist, erfahren Reisende beispielsweise auf der Website des Zentrums für Reisemedizin ( www.crm.de). Gegen Hepatits A, Grippe, Meningokokken-Meningitis und Typhus ist eine Impfung auch kurz vor Reiseantritt möglich. Besonders Kurzentschlossene können sich sogar noch direkt am Flughafen impfen lassen – etwa in Frankfurt, Düsseldorf, München oder Berlin. Wer eine Reise in ein Malariagebiet gebucht hat, sollte auf den entsprechenden Schutz achten. Abhängig davon, wie hoch die Malariagefahr am Reiseort ist, empfiehlt sich eine medikamentöse Prophylaxe oder die Mitnahme eines Malaria-Medikaments für den Fall der Fälle. Reisende sollten sich dazu von ihrem Arzt beraten lassen. „Um Mückenstiche zu vermeiden, empfiehlt es sich, lange Hosen und Oberteile zu tragen und die Haut mit einem wirksamen Repellent zu schützen“, rät Birgit Dreyer. Ein Moskitonetz über dem Bett sorgt für einen ruhigen Schlaf. Auch bei Spontanurlauben sollten Urlauber an einen passenden Versicherungsschutz denken, falls doch mal etwas schiefgeht. Umfassenden Schutz bietet das RundumSorglosPaket der ERV: Es enthält eine Reiserücktritts-, Reiseabbruch-, Reisekranken- und Reisegepäckversicherung. Den Fernweh-Geplagten bleibt dann nur noch eines zu tun: Sonne tanken und sich darauf freuen, dass es nach der Rückkehr in die Heimat nicht mehr lange dauert, bis die ersten Krokusse sprießen.
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„Trekking im Himalaya“ – Verbraucherfrage der Woche der ERV

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Larissa W. aus Offenburg:
Ich möchte an einer geführten Trekkingtour durch den Himalaya teilnehmen. Wann ist dafür die beste Reisezeit? Muss ich mich auf die Höhe vorbereiten?

Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung):
Die beste Reisezeit für eine geführte Trekkingtour im Himalaya ist zwischen September und November oder in den Frühjahrsmonaten März bis Mai. Zu dieser Zeit herrscht ein mildes Klima und die Wahrscheinlichkeit, eine gute Aussicht zu erleben, ist am höchsten. Urlauber sollten bereits über Wandererfahrung verfügen. Sie können bei der Buchung zwischen unzähligen Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wählen. Je nach Route fallen die körperlichen Anforderungen sehr verschieden aus. Generell gilt: Der Schwierigkeitsgrad der geplanten Himalaya-Tour sollte dem entsprechen, den sich der Urlauber auch in heimischen Gebirgen zutraut. Eine spezielle Vorbereitung für die Höhe ist nicht nötig. Dennoch muss sich der Körper vor Ort an die Höhe gewöhnen. Daher sollten Reisende während der Tour langsam gehen, viel trinken und sich selbst nicht überschätzen. So vermeiden sie unangenehme Nebenwirkungen der Höhenanpassung wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Atemlosigkeit. Wer gesundheitlich vorbelastet ist, beispielsweise durch Herz- und Lungenbeschwerden, sollte vor der Abreise einen Gesamtcheck vom Hausarzt durchführen lassen. Für den Fall, dass es auf der Reise dennoch zu gesundheitlichen Problemen kommen sollte, ist eine Reisekrankenversicherung unerlässlich.
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„Flug verpasst wegen Sicherheitskontrolle“ – Verbraucherfrage der Woche des D.A.S. Leistungsservice

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Tanja S. aus München:
In den Herbstferien fliegen wir noch einmal in den Urlaub. Im Sommer hätten wir unseren Flug wegen langer Schlangen an der Sicherheitskontrolle beinahe verpasst. Falls wieder so viel los ist: Bekämen wir die Kosten für neue Flugtickets erstattet, sollten wir den gebuchten Flieger verpassen? Und an wen müssten wir uns wenden?

Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice):
Überlange Sicherheitskontrollen infolge von Personalmangel sorgen derzeit immer wieder für Schlagzeilen. Die Rechtslage ist hier nicht eindeutig. Denn grundsätzlich ist es Sache des Passagiers, rechtzeitig zum Gate zu kommen. Allerdings gibt es erste Gerichtsurteile zu Gunsten von Reisenden. Beispielsweise gestand das Amtsgericht Erding einem Passagier einen Anspruch auf Ersatz des Ticketpreises zu. Zahlen musste der Flughafenbetreiber. Denn dessen Mitarbeiter hatten den Fluggast aufgefordert, sich in einer anderen Schlange für den Sicherheitscheck anzustellen, wodurch er den Flug verpasste. Allerdings muss der Passagier das Personal auf die Zeitnot aufmerksam machen. Sonst ist er mitschuldig (Az. 8 C 1143/16). Auch beim Oberlandesgericht Frankfurt hatte ein Passagier Erfolg. Es sprach ihm einen Schadenersatzanspruch gegen die Bundesrepublik Deutschland zu. Der Fluggast konnte die Sicherheitskontrolle nicht passieren, weil Mitarbeiter in seinem Koffer gefährliche Gegenstände vermuteten. Er musste drei Stunden auf das Bombenräumkommando warten. Das Gericht sah hier die mangelhafte Organisation bei der Bundespolizei als Grund für den verpassten Flug an (Az. 1 U 276/12). Diese beiden Beispiele zeigen: Je nach Verursacher der verspäteten Ankunft des Passagiers am Gate können die Ansprechpartner für eine Kostenerstattung unterschiedlich sein. Die Fluggesellschaft ist es in solchen Fällen allerdings nie. Sie kommt nur dann ins Spiel, wenn sie die Beförderung verweigert, zum Beispiel wegen Überbuchung, den Flug ausfallen lässt oder der Flieger mit großer Verspätung startet.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 1.593

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Über den D.A.S. Rechtsschutz
Seit 1928 steht die Marke D.A.S. für Kompetenz und Leistungsstärke im Rechtsschutz. Mit dem D.A.S. Rechtsschutz bieten wir mit vielfältigen Produktvarianten und Dienstleistungen weit mehr als nur Kostenerstattung. Er ist ein Angebot der ERGO Versicherung AG, die mit Beitragseinnahmen von 3,3 Mrd. Euro im Jahr 2016 zu den führenden Schaden-/Unfallversicherern am deutschen Markt zählt. Die Gesellschaft bietet ein umfangreiches Portfolio für den privaten, gewerblichen und industriellen Bedarf an und verfügt über mehr als 160 Jahre Erfahrung. Sie gehört zu ERGO und damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.das.de

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„Gut vorbereitet in die Unterwasserwelt“ – Verbraucherinformation der ERV

Worauf Tauchurlauber bei der Planung und beim ersten Tauchgang achten sollten

"Gut vorbereitet in die Unterwasserwelt" - Verbraucherinformation der ERV

Ein Tauchurlaub kann ein beeindruckendes Erlebnis sein.
Quelle: ERGO Group

Schwerelos inmitten bunter Fische: Tauchen ist ein beeindruckendes Erlebnis. Doch vor einem gelungenen und sicheren Tauchurlaub steht eine sorgfältige Vorbereitung. Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV, gibt Tipps zur Planung und erklärt, was es während der Reise zu beachten gilt.

Voraussetzung: Tauchkurs

Wer im Urlaub tauchen möchte, benötigt eine entsprechende Ausbildung. Tauchschulen gibt es sowohl in Deutschland als auch in den meisten Urlaubsländern. Wer die Ausbildung im Urlaub plant, sollte sich vorab über die Qualität der Tauchschulen vor Ort informieren, empfiehlt Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV. Denn um mögliche gesundheitliche Gefahren beim Tauchen zu vermeiden, ist eine gute und gründliche Ausbildung wichtig. Bei den Kursen geht es nicht nur um das Beherrschen der Ausrüstung, sondern auch um die Verhaltens- und Kommunikationsregeln unter Wasser. Professionelle Anbieter sind beispielsweise im Verband deutscher Sporttaucher ( www.vdst.de) organisiert, der in Deutschland und weltweit Kurse anbietet. Internationale Organisationen wie CMAS ( www.cmas.org), PADI ( www.padi.com) oder SSI ( www.divessi.com) helfen ebenfalls bei der Wahl eines seriösen Anbieters.

Nah oder fern: Auswahl des Urlaubsortes

Gerade Tauchanfänger sollten sich die Wahl des Reiselandes gut überlegen. „Es gibt viele Tauchgebiete mit einer beeindruckenden Unterwasserwelt, aber besonders Einsteiger sollten darauf achten, dass die Gewässer eher flach und angenehm temperiert sind“, so die ERV Reiseexpertin. Das Great Barrier Reef vor der Küste Australiens ist für den ersten Tauchgang zum Beispiel perfekt geeignet. Auch das Rote Meer oder die Malediven versprechen ein unvergessliches Taucherlebnis. Wer eine weite Anreise für den ersten Tauchgang vermeiden möchte, der findet beispielsweise auch in Österreich, in Kroatien, auf den Balearen oder den griechischen Inseln gute Bedingungen. Hier empfehlen sich aber eher die Sommermonate, selbst in Griechenland kann es im Winter recht kühl werden.

Tauglichkeitsuntersuchung

Tauchen ist eine physische und mentale Belastungsprobe. Daher sollte nur derjenige tauchen, der körperlich fit ist. Für Menschen, die unter Asthma, Herz-Kreislauferkrankungen, Epilepsie oder Diabetes leiden, könnte ein Tauchgang kritisch sein. Zukünftige Taucher sollten sich deshalb noch vor der Planung des ersten Tauchurlaubes einer sogenannten Tauglichkeitsuntersuchung unterziehen. Zwar verlangen nicht alle Tauchschulen einen entsprechenden Nachweis, dennoch ist die Untersuchung empfehlenswert. Zu ihr gehören unter anderem ein Ruhe-EKG und ein Lungenfunktionstest. Wer sich vorab informieren möchte, welche Vorerkrankungen Tauchen schwierig machen, findet auf der Webseite der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin ( www.gtuem.org) nähere Angaben. Dort gibt es auch eine Liste mit Ärzten in Deutschland, die eine Tauglichkeitsuntersuchung durchführen. Ansonsten ist der Hausarzt der richtige Ansprechpartner.

Nichts überstürzen

Am Urlaubsort angekommen und gleich los zum ersten Tauchgang? „Gerade Tauchanfänger sollten es ruhig angehen lassen“, so Birgit Dreyer: Sie empfiehlt, sich zunächst an das Tauchrevier und die Tauchschule zu gewöhnen und, wer ohne Tauchpartner unterwegs ist, den „Dive Buddy“ kennenzulernen. Wer bereits in Deutschland seinen Tauchschein erworben hat, darf zwar ohne Tauchlehrer tauchen. Doch gerade in fremden Gewässern ist es sinnvoll, die ersten Tauchgänge mit einem erfahrenen Tauchlehrer durchzuführen. Wichtig: Vor dem Rückflug zwingend eine Ruhepause einhalten. So kann die Sauerstoffsättigung im Körper wieder auf den Normalzustand kommen. Bei einem einzigen Tauchgang vor der Heimreise sollte die Pause 12 Stunden, bei mehreren Tauchgängen zwischen 36 und 48 Stunden liegen. „Besonders bei größeren oder kostspieligeren Reisen wie etwa einer Tauchreise ist es zudem ratsam, eine entsprechende Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Denn sollte etwas dazwischen kommen, bleibt der Urlauber sonst auf den meist recht hohen Stornokosten sitzen“, ergänzt Birgit Dreyer. Und für den Fall, dass während des Urlaubs etwas passiert, sollte auch eine Reisekrankenversicherung mit ins Gepäck.
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„Mailand in drei Tagen: Städtereisen im Trend“ – Expertengespräch der ERV

Tipps für einen gelungenen Städte-Kurztrip

Der Herbst ist eine ideale Zeit für Städtetrips: Nach der Sommerhitze lädt das angenehme Klima zum Sightseeing ein. Meist nutzen Reisende dafür ein verlängertes Wochenende. Um die kurze Zeit optimal zu gestalten, gibt Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung), Tipps für die Planung.

Lohnt es sich, für einen Städtetrip einen Mietwagen zu buchen oder ist es besser, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen? Was sollten Städtereisende dabei beachten?

Nicht immer bedeutet ein Auto Flexibilität und Unabhängigkeit. Die Erkundungstour mit dem Mietwagen kann in einer fremden Stadt schnell anstrengend werden. Die fehlende Ortskenntnis oder andere Verkehrsregeln und -gepflogenheiten sind oft eine Herausforderung für den Urlauber. Ist das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt gut ausgebaut, kann es daher stressfreier sein, mit Bus oder Bahn die Sehenswürdigkeiten zu entdecken. In einigen Städten bieten Verkehrsverbunde spezielle Touristentickets an, mit denen Reisende neben der unbegrenzten Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel auch beim Eintrittsgeld etwa in Museen sparen können. Allerdings gibt es nicht bei jeder Sehenswürdigkeit Rabatt und oft sind beliebte Ziele ausgeschlossen. Deshalb sollten sich Urlauber vorab Gedanken machen, was sie sich ansehen möchten und ob ein Touristenticket dafür geeignet ist. Andernfalls kann eine Tages- beziehungsweise Mehrtageskarte günstiger sein. Die meisten Verkehrsverbunde sind im Internet vertreten, wo sich die Städteurlauber noch vor der Abreise informieren und ihre Touren oft schon im Voraus planen können.

Hotels gibt es in allen großen Städten reichlich. Doch welche Lage empfiehlt sich: Mitten in der Stadt oder lieber am Stadtrand?

Ob mitten in der Stadt oder etwas außerhalb – das muss jeder Reisende für sich entscheiden. Meist sind die Hotels am Stadtrand günstiger als Unterkünfte im Zentrum und sie liegen oft auch in einer eher ruhigeren Umgebung. Der Nachteil: Die längere Anfahrtszeit ins Zentrum verkürzt die sowieso knappe Zeit eines Kurztrips. Mit einem Hotel in Zentrumsnähe können Städtereisende meist viele Sehenswürdigkeiten, aber auch Restaurants und Geschäfte zu Fuß erreichen. Allerdings müssen sie dann mit mehr Lärm rund um ihre Unterkunft rechnen. Nachtschwärmer kommen möglicherweise in einem Hotel im Ausgehviertel auf ihre Kosten. Es fällt vielleicht eine längere Anfahrtszeit zu Sehenswürdigkeiten an. Allerdings sind sie nach einer langen Nacht schnell in ihrer Unterkunft. Wem die Lage des Hotels nicht so wichtig ist, der kann eventuell mit einem Last-Minute-Pauschalangebot ein Schnäppchen ergattern: Im Preis sind dann An- und Abreise, Übernachtung meist mit Frühstück sowie teilweise bestimmte Aktivitäten und Eintrittsgelder inbegriffen. Gelegentlich ist sogar die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel inklusive.

Wie können sich Städtereisende am besten vor Diebstahl schützen?

An Orten, wo sich viele Menschen aufhalten und Touristen durch die Umgebung abgelenkt sind, haben Langfinger leichtes Spiel. Dennoch können Urlauber einiges tun, um Dieben das Leben schwer zu machen: Es empfiehlt sich, Geldbeutel inklusive Kreditkarte und andere Wertgegenstände, wie das Handy, nah am Körper zu tragen. Dafür eignen sich zum Beispiel Brustbeutel, Bauch- oder Umhängetaschen quer über den Körper. Auf Rucksäcke, Handtaschen oder Hosentaschen dagegen können Diebe gut zugreifen. Bei großem Gedränge ist es ratsam, immer eine Hand schützend auf den Taschenverschluss zu legen. Wichtige Dokumente, etwa der Reisepass oder die Flugtickets, sind im Hotelsafe am sichersten. Wer dennoch nicht ohne Ausweis unterwegs sein will, kann eine Kopie seines Passes einstecken. Zudem ist es sinnvoll, nur das Nötigste an Bargeld mitzunehmen und bei Shopping- oder Sightseeing-Touren auf das Tragen von Schmuck zu verzichten. Wichtig zu wissen: Auch bei kleinen Kindern, die sich durch die Beine der Touristen hindurchschlängeln, ist Vorsicht geboten. Denn hier kann es sich um dafür trainierte Diebe handeln. Schlagen Taschendiebe dennoch zu, sollten sich Reisende an die örtliche Polizeistelle wenden und Anzeige gegen Unbekannt stellen. Kommt etwa der Reisepass abhanden, helfen das nächste Konsulat oder die Botschaft. Auch bei einem Kurztrip sollten Reisende an die passende Reiseversicherung denken, um für den Fall der Fälle abgesichert zu sein.
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Über die ERV
Die ERV (Europäische Reiseversicherung) versteht sich über ihre Kompetenz als Reiseversicherer hinaus als innovatives Dienstleistungsunternehmen. Die ERV hat über 100 Jahre Reiseschutz-Geschichte geschrieben und ist Marktführer unter den Reiseversicherern in Deutschland. Als einer der führenden Anbieter in Europa ist sie heute in über 20 Ländern vertreten. Mit ihrem internationalen Netzwerk sorgt die ERV dafür, dass ihre Kunden vor, während und nach einer Reise optimal betreut werden.
Die ERV ist der Spezialist für Reiseschutz der ERGO und gehört damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.
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„Im Check: Gängige Gesundheits-Tipps für Fernreisen“ – Verbraucherinformation der ERV

Welche Ratschläge Urlaubern wirklich helfen

"Im Check: Gängige Gesundheits-Tipps für Fernreisen" - Verbraucherinformation der ERV

Es gibt viele Tipps, um auf Reisen gesund zu bleiben.
Quelle: ERGO Group

Asien, Südamerika oder die Karibik: Je ferner das Reiseziel, desto zahlreicher die Gesundheits-Tipps, die Urlauber mit auf den Weg bekommen. Denn ungewohnte Temperaturen, exotisches Essen oder einfache Hygieneverhältnisse können für den gemeinen Mitteleuropäer eine Herausforderung sein. Was Gesundheitstipps wie „Zähneputzen nur mit Mineralwasser“, „Citronella gegen Mücken“ oder „Solariumbräune gegen Sonnenbrand“ in der Praxis bringen, weiß Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV.

Leitungswasser vermeiden

Wer in tropische Länder reist, hört oft den Rat: „Cook it, boil it, peel it or forget it (koch es, brat‘ es, schäl‘ es oder vergiss es)“. Was bedeutet das für Reisende? „Wer nicht an Reisedurchfall erkranken möchte, sollte in Ländern mit einfachen Hygieneverhältnissen kein Leitungswasser trinken und auf Lebensmittel verzichten, die mit Leitungswasser in Berührung gekommen sein könnten. Das gilt zum Beispiel für Salate oder Obst, das nicht schälbar ist“, so Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV. Der Grund: Das Wasser kann Keime enthalten, die für den deutschen Magen ungewohnt sind. Selbst in Hotelanlagen ist es ratsam, vorsichtig zu sein. So empfiehlt es sich beispielsweise auch beim abendlichen tropischen Cocktail nachzufragen, ob die darin enthaltenen Eiswürfel aus Leitungswasser gemacht sind. Wer besonders sicher sein möchte, sollte auch die Zähne nur mit Mineralwasser putzen. In vielen Hotels stehen die Flaschen bereits im Badezimmer für die Gäste bereit. „Wenn Trinkwasser schwer erhältlich ist, können Reisende das Wasser auch durch Abkochen oder chemische Desinfektion selbst reinigen. Entsprechende Tabletten zur Wasseraufbereitung gibt es in Geschäften für Reisebedarf und in Apotheken“, ergänzt die Reiseexpertin der ERV.

Einheimische Küche

Nicht nur das Leitungswasser, auch zubereitete Speisen können zu Magen-Darm-Problemen führen. Wer glaubt, was Einheimische essen, sei auch für ihn selbst gut, liegt manchmal falsch. „Das kann zum einen am ungewohnten oder sehr scharfen Essen liegen. Aber auch daran, dass in fernen Ländern andere Viren und Bakterien verbreitet sind als hierzulande“, erklärt Birgit Dreyer. Nehmen Touristen sie mit der Nahrung auf, erkennt das Immunsystem sie oft nicht und die Darmflora gerät aus dem Gleichgewicht.

Was hilft gegen Montezumas Rache?

Wen der Reisedurchfall heimgesucht hat, dem helfen nach landläufiger Meinung Cola und Salzstangen. Das ist tatsächlich richtig, wenn auch mit Einschränkungen. Der Körper erhält Kohlenhydrate und Elektrolyte, der Wasser- und Salzhaushalt wird ausgeglichen. Die Cola sollte allerdings im Verhältnis 1:1 verdünnt sein, weil ansonsten der Zucker- und Koffeingehalt zu hoch sind, um hilfreich zu sein. „Besser geeignet sind aber sogenannte Rehydratationslösungen. Sie sind in Apotheken erhältlich“, so die ERV Expertin.

Citronella und Vitamin B gegen Mücken

Während Mückenstiche in Deutschland meist nur ein unangenehmes Jucken zur Folge haben, können sie in Afrika, Amerika oder Asien gefährliche Krankheiten mit sich bringen, wie zum Beispiel Malaria oder Gelbfieber. Reisende sollten sich also gut vor Mücken schützen. Den Rat, zu diesem Zweck pflanzliche Mittel wie Citronella oder Vitamin B-Präparate zu verwenden, sollten sie dabei besser nicht beherzigen. Dazu die ERV Reiseexpertin: „Citronella duftet zwar angenehmer als viele Mückenmittel, hält Moskitos aber nur sehr kurzfristig fern. Und für die Behauptung, dass Vitamin B vor Mücken schützt, gibt es bisher keine wissenschaftlichen Belege.“ Wirklich hilfreich sind Mückenmittel mit dem Wirkstoff DEET (Diethylmethylbenzamid/toluamid). Dabei gilt: Je höher die Konzentration von DEET, desto länger bietet das Mittel einen wirksamen Schutz. Für Reisen in die Tropen empfiehlt beispielsweise das Centrum für Reisemedizin ( www.crm.de) Repellents mit einer Konzentration von mindestens 30 Prozent DEET. Allerdings sollten Reisende diesen Wirkstoff nicht auf empfindliche oder geschädigte Hautstellen auftragen. Hier hilft dann nur, sich mit langärmeligen Oberteilen und Hosen zu schützen.

Mit Solariumbräune in die Sonne?

Je südlicher der Urlaubsort, desto intensiver die Sonnenstrahlung. Wer beispielsweise in Brasilien, Ecuador oder Kenia am Strand Sonne tanken möchte, dessen Haut ist einer UV-Strahlung ausgesetzt, die zwei- bis dreimal so hoch ist wie in Deutschland. Zudem reflektiert das Meer die Strahlen, was deren Wirkung noch verstärkt. Heftige Sonnenbrände sind oft das Ergebnis der ersten Urlaubstage. Deshalb erhalten viele Urlauber den Tipp, die Haut schon vor Abflug im Solarium vorzubräunen. Hilft das? „Ich empfehle Reisenden eher, die ersten Tage an einem Schattenplatz zu verbringen, gut eingecremt mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor“, so Birgit Dreyer. So kann sich die Haut langsam an die Sonne gewöhnen. In Solarien kommen hauptsächlich UVA-Strahlen zum Einsatz. Dadurch erhält die Haut zwar schnell Farbe, auch „Sofortpigmentierung“ genannt. Damit sie jedoch wirksam gegen Sonnenstrahlen geschützt ist, muss sich die Hornhaut verdicken. Und dafür sind die UVB-Strahlen zuständig. Durch Geräte mit UVB-Strahlung, die es in einigen Solarien gibt, verlängert sich die Eigenschutzzeit der Haut. Natürlich ist trotzdem ein ausreichender Sonnenschutz für die Haut unerlässlich. Zu viele Besuche im Solarium lassen die Haut zudem frühzeitig altern und erhöhen das Hautkrebsrisiko. Für den Fall der Fälle sollte auf Fernreisen immer eine Reisekrankenversicherung mit im Gepäck sein. Dazu raten auch Verbraucherschützer, denn die ärztliche Behandlung im Ausland kann teuer werden.
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„Hütten-Hopping liegt im Trend“ – Expertengespräch der ERV

Tipps für die Vorbereitung einer Hütten-Wanderung in den Bergen

Fernblick statt Fernseher, frische Kuhmilch statt Latte Macchiato: Wer die Bergwelt liebt und gerne an der frischen Luft aktiv ist, für den ist ein Wanderurlaub das einzig Wahre. Im Trend liegen derzeit mehrtägige Wandertouren von Berghütte zu Berghütte. Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV, gibt Tipps für die Vorbereitung einer solchen Hütten-Tour.

Was sollten Urlauber bei der Planung einer mehrtägigen Hüttenwanderung beachten?

Die beste Zeit dafür ist zwischen Mitte Juni und September. Der genaue Zeitpunkt hängt von den Öffnungszeiten der jeweiligen Hütten ab. Denn in manchen Höhenlagen kann noch Schnee liegen. Wichtig: Die Fitness aller Teilnehmer klären. Dafür sollte jeder zunächst seine Kondition und Grenzen realistisch einschätzen. Abhängig davon fällt die Wahl auf eine leichtere Tour oder eine schwierige Wanderung beispielsweise mit Klettersteigen und höheren Gipfeln. Inspirationen oder durchgeplante Touren mit Wanderkarten finden Interessierte zum Beispiel auf www.alpenverein.de Der Deutsche Alpenverein bietet auf seiner Website auch Tipps für Eltern, die mit ihren Sprösslingen die Natur erkunden möchten. Sie finden dort zum Beispiel speziell für Kinder geeignete Hütten und Touren. Wer gerne in der Gruppe wandert und das Organisieren anderen überlassen möchte, ist mit einer geführten Hütten-Tour mit Bergführer gut bedient. Wer die Planung dagegen selber in die Hand nimmt, sollte rechtzeitig die Schlafplätze in den Hütten reservieren – beliebte Unterkünfte sind oft schon Monate im Voraus ausgebucht. Eine Stornierung, zum Beispiel aufgrund schlechter Wetterverhältnisse, hat, wie bei Hotels, in vielen Fällen Stornogebühren zur Folge.

Wie sollten Hütten-Hopper ihren Rucksack packen? Was muss auf jeden Fall mit?

Der Rucksack sollte ein Mindestvolumen von 30 Litern haben. Es empfiehlt sich, dass der gepackte Rucksack bei sehr fitten Personen 20 bis 25 Prozent des Eigengewichts nicht überschreitet, ansonsten sind es sogar nur 10 bis 15 Prozent. Beim Packen ist darauf zu achten, schwere Dinge möglichst so zu verstauen, dass der Schwerpunkt nah am Körper liegt. Das heißt, Ersatzschuhe gehören eher an die innenliegende Rückenseite des Rucksackes als in die Außentasche. Gleichzeitig können die Gegenstände, die erst abends auf der Hütte relevant sind, wie beispielsweise der Waschbeutel, weiter nach unten als eine Windjacke, die bereits während des Wanderns nötig sein kann. Ein Tipp: Über Kreuz packen. Das heißt, die Sachen, die Wanderer auf ihrer Tour häufig brauchen, sind im Rucksack des Mitwanderers und umgekehrt. Dadurch muss derjenige, der für sich etwas braucht, nicht jedes Mal den eigenen Rucksack abschnallen. Ganz wichtig ist die richtige Ausrüstung: Feste Bergschuhe, die bereits eingelaufen sein sollten, sowie eine Regen- und Windjacke sind Pflicht, selbst wenn die Wettervorhersage gut ist und der Weg harmlos wirkt. Denn in den Bergen ändert sich das Wetter oft innerhalb von Minuten und vorher gut begehbare Pfade können sich durch einen Regenguss in Schlammsteige verwandeln. Ausreichend Wechselkleidung wie Funktionsshirts und Wandersocken darf ebenfalls nicht fehlen. Für die Übernachtungen auf den Berghütten sind ein Hüttenschlafsack, eine Taschenlampe sowie Hütten- beziehungsweise Hausschuhe erforderlich. Der Waschbeutel sollte nur das Nötigste beinhalten und mit möglichst kleinen Tuben gefüllt sein, um Gewicht einzusparen. Für eine erholsame Nacht sind Ohrstöpsel empfehlenswert. Auch an Proviant, Sonnenschutz und ein Erste-Hilfe-Set inklusive Blasenpflaster sollten Wanderer denken. Eine Checkliste finden Interessierte zum Beispiel auf www.huettentouren.info

Wie können sich die Urlauber vorbereiten? Und wer übernimmt die Kosten, wenn im schlimmsten Fall eine Bergung notwendig ist?

Wer eine längere Hüttentour plant, sollte das nicht ohne vorangegangenes Training tun. Dafür empfiehlt es sich, einige Testwanderungen in voller Montur zu unternehmen. Dabei stellt sich heraus, ob eine Wanderung mit dem geplanten Gewicht des Rucksacks unbeschwert möglich ist. Aber auch, ob die Ausrüstung, etwa die Wanderstiefel, den Anforderungen gerecht wird. Bei Probetouren ist es außerdem sinnvoll, auf ein entsprechendes Höhenprofil zu achten. Denn meist macht nicht das Laufen an sich den Wanderern zu schaffen, sondern die zurückgelegten Höhenmeter. Zu einer optimalen Vorbereitung gehört jedoch auch, sich um den passenden Versicherungsschutz zu kümmern. Kommt es in den Alpen beispielsweise zu einem Unfall, der eine Bergung mit dem Hubschrauber erfordert, übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung diese Kosten nicht. Hier ist eine Reisekrankenversicherung sinnvoll, deren Schutz nicht nur im Ausland, sondern auch bei einer Bergung innerhalb Deutschlands gilt. Auf der sicheren Seite sind Wanderer mit dem RundumSorglos-Paket, das Reiserücktritts- (inklusive Reiseabbruch-), Reisekranken- und Reisegepäckversicherung enthält.
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