Schnellfinder - Suchbegriff hier eingeben:
service@leinenlos.info
+49-38456-669797

Flugreisen: Das sind Ihre Rechte

ARAG Experten über Fluggastrechte – Reisende immer besser aufgestellt

Flugreisen: Das sind Ihre Rechte

Bevor überall die großen Ferien losgehen: Ob Stornierung, Verspätung, Annullierung, Streik oder Überbuchung – wenn der Flug nicht wie gewünscht durchgeführt wird, ist der Frust verständlicherweise groß. Aber in den meisten Fällen können sich Flugreisende den Ärger versüßen, denn viele Klagen vor Gericht gehen zu Gunsten der Reisenden aus und es gibt Geld zurück. Die ARAG Experten geben einen Überblick über Fälle, in denen es eine Entschädigung gab.

Verspätete Landung
Wenn Flüge mit mehr als drei Stunden Verspätung am Endziel ankommen, gibt es Geld zurück. Geregelt sind die Rechte der Fluggäste in der EU-Fluggastrechteverordnung. Bei einer Flugstrecke bis 1.500 km muss die Airline danach 250 Euro an jeden Passagier zahlen, bei Flügen bis 3.500 km 400 Euro und bei weiteren Flugstrecken sind 600 Euro fällig. Anspruch auf Zahlung einer Entschädigung haben auch Passagiere, die beim verspäteten Umstieg im Ausland ihren Flug nach Deutschland verpassen. In einem konkreten Fall flog eine spanische Airline zunächst eine spanische Stadt an, bevor es von dort mit einer anderen Airline, bei der die Passagiere den gesamten Flug gebucht hatten, nach Deutschland weitergehen sollte. Der Zubringerflug verspätete sich jedoch. Und der Anschlussflug nach Deutschland war weg. Die Passagiere zogen vor ein deutsches Gericht und verlangten von der spanischen Airline eine Entschädigung. Die Fluggesellschaft wollte nicht zahlen. Ihr Argument: Es gehe um einen Flug innerhalb der spanischen Landesgrenzen. Das deutsche Gericht sie also gar nicht zuständig. Das sahen die Richter des daraufhin angerufenen Europäischen Gerichtshofes allerdings anders. Da Deutschland bei Flugbuchung das Reiseziel war, ist dieser Ankunftsort für alle Flugstrecken maßgeblich. Auch wenn die Landesgrenze noch nicht überflogen wurde. Die Airline musste die Passagiere entschädigen (EuGH, Az.: C 274/16, C 447/16 und C 448/16).

Verspäteter Start
Hier hängen die Ansprüche der Fluggäste von der Länge des gebuchten Fluges und der Abflugverspätung ab. Und es gibt kein Geld zurück. Wenn sich ein Flug von bis zu 1.500 km um mehr als zwei Stunden verspätet, stehen wartenden Passagieren jedoch Unterstützungsleistungen wie eine angemessene Verpflegung, zwei kostenlose Telefonate, E-Mails oder unter Umständen eine Gratisübernachtung zu. Für weitere Strecken innerhalb der EU oder zwischen 1.500 und 3.500 km muss sich der Abflug um mehr als drei Stunden verspäten, bei Flugstrecken über 3.500 km muss die Abflugverspätung mehr als vier Stunden betragen, damit es Betreuungsleistungen von der Airline gibt. Bei einer Verspätung von mehr als fünf Stunden darf man die Reise abbrechen. Dann haben Passagiere Anspruch auf eine Erstattung des Ticketpreises innerhalb von sieben Tagen und gegebenenfalls einen kostenlosen Rückflug zum Startflughafen.

Flugannullierung
Wenn Flüge gestrichen werden, sind Fluggäste meist aufgeschmissen. Doch die ARAG Experten geben Tipps, wie man sich den Ärger versüßt und welche Rechte man in diesem Fall hat. Grundsätzlich haben Passagiere die Wahl: Entweder dürfen sie sich einen anderen Flug aussuchen oder sie bekommen den Ticketpreis erstattet. Zudem gibt es die Möglichkeit einer Ausgleichszahlung, deren Höhe wiederum von der Länge des Fluges abhängig ist. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass Airlines oft versuchen, außergewöhnliche Umstände vorzuschieben, um Entschädigungszahlungen zu vermeiden. Aber weder technische Probleme noch die Erkrankung eines Piloten gehören dazu. Ein Schneechaos oder ein Fluglotsenstreik hingegen schon. Wird ein Flug gestrichen, kann das Luftfahrtunternehmen aber nicht beweisen, dass der Fluggast über die Annullierung seines Flugs mindestens zwei Wochen vor der planmäßigen Abflugzeit unterrichtet worden ist, haben Flugreisende Anspruch auf eine Ausgleichsleistung. Dies gilt nicht nur bei Beförderungsverträgen unmittelbar zwischen dem Fluggast und dem Luftfahrtunternehmen, sondern auch für Verträge, die über Online-Reisevermittler geschlossen würden. In beiden Fällen muss die Airline beweisen, dass sie die Fluggäste rechtzeitig über die Annullierung informiert hat (EuGH, Az.: C-302/16).

Die Airline streikt
Streik ist grundsätzlich ein sogenannter „außergewöhnlicher Umstand“ im Sinne der EU-Fluggastrechteverordnung. Bei einem gebuchten Flug gibt es in diesem Fall von der Airline grundsätzlich keine Entschädigungszahlungen. Etwas anders kann aber bei einem wilden Streik gelten, der Reaktion auf eine unternehmerische Entscheidung der Airline ist, wie jetzt der Europäische Gerichtshof entschied (Az.: C-195/17 u.a.). Doch auch beim Vorliegen von „außergewöhnlichen Umständen“ gibt es einige Rechte, die wartende Fluggäste einfordern sollten. Bei internationalen Flügen muss die Airline versuchen, einen anderen Flug zum gebuchten Zielort zu beschaffen. Das kann bedeuten, dass Passagiere auch einen Umweg und Zwischenstopp in Kauf nehmen müssen. Gäste müssen dabei auch auf andere Fluggesellschaften umgebucht werden, sofern dort noch Plätze frei sind. Vom Streik betroffene Gäste von innerdeutschen Flügen werden auf Züge der Deutschen Bahn umsteigen können. Die Tickets müssen dazu am Check-in-Automaten in einen Reisegutschein umgewandelt werden. Wer eine Pauschalreise mit Flug und Hotel gebucht hat, kann bei einer längeren Verspätung seines Abflugs unter Umständen zusätzlich eine Minderung des gezahlten Reisepreises beim Veranstalter geltend machen. In der Regel gilt hier: Ab einer Verspätung von fünf Stunden kann der Tagesreisepreis für jede weitere Stunde um fünf Prozent gemindert werden. Storniert werden kann die Reise sogar, wenn sie sich durch den Streik erheblich verkürzt, was zum Beispiel bei Kurzurlauben der Fall sein kann. Wer aufgrund eines Streiks Wartezeiten in Kauf nehmen muss, hat Anspruch auf Betreuung und die genannten Unterstützungsleistungen wie Mahlzeiten, Telefonate, E-Mails oder Übernachtungen.

Überbuchung
Um teuren Leerstand von Maschinen zu vermeiden, verkaufen Airlines oft mehr Plätze, als an Bord überhaupt zur Verfügung stehen. Oft bieten sie Passagieren dann Gutscheine oder Bargeld für einen späteren Flug an. Die ARAG Experten warnen: Wer dieses Angebot annimmt, kann später keine finanzielle Entschädigung verlangen. Nur, wer auf sein Recht pocht, hat Anrechte auf alternative Angebote, Rücktritt, angemessene Verpflegung und finanzielle Entschädigung wie bei einer Verspätung oder einem Ausfall des Fluges.

Mehr zum Thema unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/reise-und-freizeit/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit mehr als 4.000 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von 1,6 Milliarden EUR.

ARAG SE ARAG Platz 1 40472 Düsseldorf Aufsichtsratsvorsitzender Gerd Peskes Vorstand Dr. Dr. h. c. Paul-Otto Faßbender (Vors.)
Dr. Renko Dirksen Dr. Matthias Maslaton Werner Nicoll Hanno Petersen Dr. Joerg Schwarze
Sitz und Registergericht Düsseldorf HRB 66846 USt-ID-Nr.: DE 119 355 995

Firmenkontakt
ARAG SE
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211-963 2560
0211-963 2025
brigitta.mehring@arag.de
http://www.ARAG.de

Pressekontakt
redaktion neunundzwanzig
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211 963-2560
brigitta.mehring@arag.de
http://www.ARAG.de

Die Rechte der Ryanair-Kunden

ARAG Experten sagen, was die Kunden des Billig-Fliegers jetzt wissen sollten.

Die Rechte der Ryanair-Kunden

Ryanair streicht in den kommenden Wochen voraussichtlich Tausende Flüge. Der Grund: Die Billig-Airline verfügt derzeit nicht über genügend einsatzbereite Flugkapitäne. Zwar mangelt es Ryanair nach eigenen Angaben nicht an Piloten, es gibt aber akute Schwierigkeiten mit der Planung des Jahresurlaubs der Flugzeugführer. Ryanair hat nun eine Liste aller gestrichenen Flüge der kommenden Wochen auf seiner Webseite veröffentlicht. Darüber hinaus sollen sämtliche betroffenen Fluggäste per E-Mail über die Streichungen benachrichtigt werden. Was Fluggäste nun wissen sollten, sagen ARAG Experten.

Die Rechte der betroffenen Passagiere
Betroffene Ryanair-Kunden können nach Angaben des Unternehmens entweder eine Rückerstattung des Flugpreises beantragen oder den ausgefallenen Flug kostenlos durch Ryanair umbuchen lassen. Beides sei problemlos über Online-Formulare möglich, versprach die Airline. Für die Bearbeitung von Rückerstattungen bittet Ryanair um etwa sieben Werktage Geduld. Des Weiteren gelten die EU-Fluggastrechte.

Die EU-Fluggastrechteverordnung
Sie regelt unter anderem, welche Leistungen Fluggäste von der Airline beanspruchen können, wenn ihnen die Beförderung verweigert wird, ihr Flug verspätet ist oder gar nicht stattfindet. Anwendbar ist die Verordnung immer dann, wenn der Flug auf einem Flughafen innerhalb der EU startet oder eine in der EU beheimatete Airline – wie Ryanair – einen europäischen Flughafen anfliegt.

Wird Fluggästen die Beförderung verweigert – zum Beispiel bei Überbuchung – oder wird ihr Flug annulliert, haben sie zunächst Anspruch auf sogenannte Betreuungsleistungen, also auf Verpflegung, kostenlose Telefonate und ggf. auch auf eine Übernachtung. Verspätet sich der Abflug, sind diese Leistungen abhängig von der Länge des gebuchten Fluges und der Dauer der Verspätung. Bei Nichtbeförderung, Annullierung oder einem um mehr als fünf Stunden verspäteten Abflug haben Reisende außerdem das Recht auf eine anderweitige Beförderung zum Zielort. Alternativ können sie sich auch für eine Erstattung des Ticketpreises entscheiden, werden dann aber von der Airline nicht weiter betreut.

Daneben sieht die EU-Verordnung auch pauschale Ausgleichansprüche in Geld vor – und zwar bei Ankunft am Zielflughafen mit mehr als dreistündiger Verspätung, bei Nichtbeförderung und bei einer Annullierung des Flugs, über die nicht mindestens zwei Wochen vorher informiert wurde. Je nach Länge der Flugstrecke können zwischen 250 und 600 Euro beansprucht werden. Allerdings gilt bei einer Annullierung: Streicht die Airline einen Flug aufgrund sogenannter außergewöhnlicher Umstände – zum Beispiel wegen schlechten Wetters – muss sie nicht zahlen.

Der Begriff der außergewöhnlichen Umstände – welcher in der Vorschrift nicht definiert ist – bedeutet, dass die gegebenenfalls zu einem Wegfall der Ausgleichspflicht führenden Umstände außergewöhnlich sind, d.h. nicht dem gewöhnlichen Lauf der Dinge entsprechen, sondern außerhalb dessen liegen, was üblicherweise mit dem Ablauf der Personenbeförderung im Luftverkehr verbunden ist oder verbunden sein kann (BGH, Az.: X ZR 160/12). Die aktuellen Probleme bei Ryanair mit der Planung des Jahresurlaubs der Piloten fällt nach Einschätzung von ARAG Experten allerdings nicht in die Kategorie der außergewöhnlichen Umstände.

Und wenn das Gepäck auf der Strecke bleibt? Für internationale Flüge regelt in diesem Fall das Montrealer Übereinkommen (MÜ) die Ansprüche der Reisenden gegen das Luftfahrtunternehmen. Geht der aufgegebene Koffer verloren oder wird er beschädigt, haftet die Airline verschuldensunabhängig bis zu einem Höchstbetrag von rund 1.220 Euro. Bei Handgepäck muss der Fluggesellschaft nachgewiesen werden, dass sie den Schaden verursacht hat. Sind Koffer und Inhalt mehr wert, sollten Reisende den Wert ihres Gepäcks bereits bei der Aufgabe angeben – gegen eine Extragebühr wird dann im Schadensfall der höhere Wert ersetzt. Trudelt der Koffer verspätet am Urlaubsziel ein, darf der Fluggast bis dahin notwendige Dinge für den Aufenthalt einkaufen. Gegen Vorlage der Quittungen kann er sich die Ausgaben erstatten lassen. Auch dabei gilt die Höchstgrenze von rund 1.220 Euro. Ganz wichtig: Ansprüche müssen laut ARAG Experten unverzüglich schriftlich bei der Fluggesellschaft angemeldet werden – bei Verlust oder Beschädigung innerhalb von sieben Tagen und bei Verspätung innerhalb von 21 Tagen nach Empfang des Gepäcks.

Download des Textes:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/reise-und-freizeit/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit über 3.900 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,6 Milliarden EUR.

Firmenkontakt
ARAG SE
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211-963 2560
0211-963 2025
brigitta.mehring@arag.de
http://www.ARAG.de

Pressekontakt
redaktion neunundzwanzig
Thomas Heidorn
Lindenstraße 14
50674 Köln
0221-92428215
thomas@redaktionneunundzwanzig.de
http://www.ARAG.de

Fluggastrechte bei Überbuchung

ARAG Experten erläutern, was Passagiere wissen sollten

Fluggastrechte bei Überbuchung

Einmal mehr machte die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines mit dem gewaltsamen Rauswurf eines Passagiers Negativschlagzeilen. Zu dem handgreiflichen Zwischenfall kam es, weil der Flug überbucht war – eindeutig ein Fehler der Airline. ARAG Experten geben Auskunft über die Rechte von Fluggästen und wann die Fluggesellschaft den Transport verweigern darf.

Überbuchte Flüge
Überbuchte Flüge sind auch bei deutschen Airlines nicht ausgeschlossen. Entweder versagt bei der Belegung der Sitzplätze die EDV oder die Airline wollte sich vor sogenannten No-Shows, also Kunden, die trotz Reservierung nicht auftauchen, schützen. Das passiert in der Regel, indem sie einen gewissen Prozentsatz an Sitzen mehrfach besetzen. Erscheinen aber dann kurz vor Abflug wirklich alle, die reserviert haben, gibt es am Check-in-Schalter lange Gesichter. Bei der Lufthansa passiert das zwar nur rund jedem tausendsten Passagier. Wer deshalb am Boden bleiben muss, ist aber trotzdem der Dumme.

Fluggäste können abgewiesen werden…
…auch, wenn sie ein gültiges Ticket in Händen halten. Dass sich ein Vorfall wie bei United Airlines auch in Deutschland ereignet, ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Das Bodenpersonal weiß in der Regel schon bei der Sitzplatzzuweisung, dass der Flug überbucht ist und nicht alle Passagiere mitfliegen können. Wer dann als letztes eincheckt oder ans Gate kommt, wird nicht mitgenommen, denn die Sicherheit geht vor – egal ob Linien- oder Charterflug. Fluggäste, die am Boden bleiben müssen, haben bei einer Überbuchung aber nach der EU-Fluggastrechte-Verordnung Anspruch auf eine Entschädigung, vorausgesetzt, sie fliegen von einem EU-Flughafen oder mit einer EU-Airline aus einem Drittland in die EU zurück.

Zurückgelassene Passagiere erhalten finanziellen Ausgleich
Die Höhe richtet sich nach der Flugstrecke: Für die Kurzstrecke (bis zu 1.500 km) gibt es 250 Euro, für die Mittelstrecke (bis 3.500 km beziehungsweise innerhalb der Europäischen Gemeinschaft) 400 Euro und für die Fernstrecke beziehungsweise für Flüge außerhalb der EU 600 Euro.

Beförderungsanspruch bleibt bestehen
Die Fluggäste des überbuchten Fluges können auf den nächsten Flug ausweichen. Bei den entstehenden Wartezeiten haben sie Anspruch auf sogenannte Betreuungsleistungen, also auf Verpflegung, kostenlose Telefonate und ggf. auch auf eine Übernachtung. Diese Leistungen sind abhängig von der Dauer der Verspätung. Bei Nichtbeförderung oder einem um mehr als fünf Stunden verspäteten Abflug haben Reisende außerdem das Recht auf eine anderweitige Beförderung zum Zielort. Alternativ können sie sich auch für eine Erstattung des Ticketpreises entscheiden, werden dann aber von der Airline nicht weiter betreut.

Download des Textes:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/reise-und-freizeit/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Positionen ein. Mit 3.800 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von mehr als 1,7 Milliarden EUR.

Firmenkontakt
ARAG SE
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211-963 2560
0211-963 2025
brigitta.mehring@arag.de
http://www.ARAG.de

Pressekontakt
redaktion neunundzwanzig
Thomas Heidorn
Lindenstraße 14
50674 Köln
0221-92428215
thomas@redaktionneunundzwanzig.de
http://www.ARAG.de

COMEO kämpft mit FairPlane.de für Fluggastrechte

Die PR-Unit der Münchner Agentur übernimmt die Presse und Öffentlichkeitsarbeit des marktführenden Anbieters für Fluggastrechte-Services

München, 16. März 2017 (ah) – Ab sofort zeichnet sich COMEO für die PR-Arbeit von FairPlane.de verantwortlich. Die Agentur erweitert damit ihr PR-Kundenportfolio um ein Fluggastrechteportal. Als einer der führenden Online-Rechtsdienstleister für Fluggastrechte in Europa setzt sich FairPlane.de für die Rechte von Flugpassagieren ein. Den einzigartigen Service von FairPlane.de öffentlichkeitswirksam noch stärker sichtbar zu machen, hat sich nun COMEO zur Aufgabe gemacht.
Mit kreativer Strategie, innovativen Ideen und viel Herzblut für das Produkt starten die Kommunikationsprofis von COMEO gemeinsam mit FairPlane.de durch. „Mit unserem Gespür für die echten und vielleicht auch die besseren Geschichten sowie bester Vernetzung zu den branchenrelevanten Journalisten und Multiplikatoren werden wir FairPlane.de als marktführenden Anbieters für Fluggastrechte-Services und Anwalt des Verbrauchers erfolgreich positionieren“, erklärt Eckehard Ernst, Geschäftsführer COMEO Dialog Werbung PR, der sich gemeinsam mit seinem Team auf die neue Aufgabe freut. Die Accountbetreuung übernehmen Alexandra Rokossa und Anna Harig.
Über FairPlane
FairPlane.de ( www.fairplane.de) gehört zu den führenden Fluggastrechteportalen in Europa und setzt sich als einziger Anbieter sowohl bei Flugverspätungen, -ausfällen und Überbuchungen als auch bei Ticketstornierungen für die Rechte von Flugpassagieren ein. Als Legal Tech Start-Up kombiniert FairPlane.de modernste IT-Services und europaweite Expertise im Reiserecht durch renommierte Reiserechts-Anwälte wie Prof. Dr. Ronald Schmid. Jeder Flugpassagier kann mit FairPlane.de seine Entschädigungsansprüche gegenüber Fluglinien ohne Kostenrisiko durchzusetzen. Als europaweit erster Dienstleister bietet FairPlane.de dem Verbraucher dafür zwei Durchführungswege an: Mit „FairPlane.de Express“ erhält der betroffene Passagier eine Sofortentschädigung innerhalb von 48 Stunden. FairPlane.de übernimmt dabei das gesamte Durchsetzungsrisiko. Mit „FairPlane.de Standard“ wird eine Entschädigung erst im Erfolgsfall ausgezahlt, abzüglich einer Erfolgsprovision von maximal 24,5 Prozent (zzgl USt). Darüber hinaus hilft FairPlane.de mit ticketrefund.de ( www.ticketrefund.de) Konsumenten auch dabei, bei nicht angetretenen Flügen bis zu 95 Prozent des Ticketpreises zurück zu erhalten. Das vielfach ausgezeichnete Unternehmen wurde im Jahre 2010 von den Geschäftsführern Andreas Sernetz und Michael Flandorfer in Wien gegründet und unterhält Büros in Deutschland, Spanien und Großbritannien.

Weitere Informationen finden Sie regelmäßig unter www.comeo.de/fairplane
Menschen erreichen, begeistern und bewegen. Unter der Dachmarke COMEO vereinen sich die Units Werbung, PR und Event. In allen drei Bereichen setzt das Unternehmen auf fest angestellte Spezialisten mit einem fundierten Erfahrungsbackground kombiniert mit Nachwuchskräften, die das Team mit frischem Wind ergänzen.

Firmenkontakt
FairPlane.de
Mag. Andreas Sernetz
Goldschmiedegasse 5
1010 Wien
+43 (1) 532 01 46
sernetz@fairplane.de
http://www.fairplane.de

Pressekontakt
COMEO Public Relations
Alexandra Rokossa
Hofmannstraße 7a
81379 München
+49 (089) 74 888 2 – 36
rokossa@comeo.de
http://www.comeo.de/fairplane

Mit dem Flieger zum Meeting: Welche Serviceleistungen Geschäftsreisende kennen sollten

Mit dem Flieger zum Meeting: Welche Serviceleistungen Geschäftsreisende kennen sollten

(NL/9290531709) * Airports mit besonderem Angebot für Businessleute
* Verbraucherportal flightright gibt Tipps, wie Wartezeiten bis zum Abflug kein Verlust sein müssen

Potsdam, 2. Juli 2013 Wenn Geschäftsleute reisen, ist häufig Eile geboten und ein reibungsloser Ablauf unerlässlich. Viele Flughäfen und Dienstleister rund ums Fliegen haben sich entsprechend auf die Bedürfnisse beruflich Reisender eingestellt. flightright (www.flightright.de) stellt hier einige Angebote an deutschen und europäischen Flughäfen vor, die zu einer erfolgreichen und optimal genutzten Geschäftsreise beitragen. Zudem werden Serviceleistungen herausgestellt, mit denen nichtplanmäßige Wartezeiten auch für Geschäftsreisende zu keiner großen Belastung werden.

Hin und weg
Businessparkplätze wie am Frankfurter Flughafen richten sich nicht nur an Einzelpersonen, sondern auch an ganze Unternehmen. Sie bieten die Möglichkeit, Stellplätze zu reservieren und von diesen direkt ins Terminal zu gelangen. Auf Wunsch werden gesondert gesicherte Parkplätze zusätzlich Tag und Nacht bewacht. An zahlreichen Flughäfen wie München und Düsseldorf können Reisende außerdem einen VIP Service mit Transfermöglichkeiten in Limousinen zum und vom Flieger in Anspruch nehmen. Auch die oft lästigen und zeitraubenden Check In-Vorgänge nimmt man Passagieren ab. All diese Angebote entlasten Reisende. Sie ersparen organisatorischen Aufwand sowie Warterei. Die gewonnene Zeit kann viel besser in eine optimale Vorbereitung auf den anstehenden Termin investiert werden.

Arbeiten am Flughafen
Tagungen und Konferenzen direkt am Flughafen auszurichten, ist ebenfalls ein zeitsparendes und praktisches Angebot vieler Flughäfen. Egal, woher die Teilnehmer anreisen, sie treffen sich direkt am Flughafen und müssen keine langen Strecken vom Airport zu externen Veranstaltungsorten zurücklegen. Alle haben also den kürzesten Weg vom Flieger zum bestens ausgestatteten Tagungsraum. Über dieses Angebot verfügen Flughäfen wie Hamburg und Brüssel. Der Düsseldorfer Flughafen wartet mit einem Veranstaltungsraum auf, der sogar für 2.450 Personen Platz bietet. Der Frankfurter Airport baut sein Angebot bis 2020 noch weiter aus, sodass Veranstalter Messe- und Ausstellungsflächen mieten und ihre Kunden und Besucher an einen strategisch optimal gelegenen Ort einladen können.
Auch ein die Events begleitender Cateringservice findet sich an zahlreichen Airports. Und auf erfolgreiche Geschäftstermine stößt man am besten in einer Sektbar an beispielsweise im Münchner Flughafen.

In Bestform zum Termin
Sauna in Helsinki, Fitnessstudio mit Solarium in Zürich, eine Spa-Behandlung in Bremen und ein Hairstylist beispielsweise im Düsseldorfer Airport: Das Angebot vieler Flughäfen hilft, Wartezeiten dazu zu nutzen, um in Top-Form zum Geschäftstermin zu erscheinen. Wem noch ein wenig Ruhe vor dem wichtigen Meeting fehlt, der kann sich stundenweise für einen Powernap in angebotenen Schlafkabinen zurückziehen. Diese bieten die Flughäfen in München, Amsterdam oder London.

Kein Grund zur Langeweile
Wer bei längeren Wartezeiten Ablenkung und Spaß sucht, der findet diese beispielsweise in den Spielcasinos am Hamburger oder Frankfurter Flughafen. Die hohe Kunst dagegen befindet sich am Flughafen Schipol. Das Amsterdamer Rijskmuseums stellt in Airport-Räumen als erstes Flughafen-Museum Werke berühmter holländischer Maler aus. Auch der Pariser Airport Charles de Gaulle eröffnete erst Anfang des Jahres die Tore zu Ausstellungsräumen und präsentiert den Passagieren Schätze französischer Künstler.

Wie sich zu lange Wartezeit entschädigen lässt
Egal, wie sehr sich ein Flughafen bemüht, Geschäftsleuten das Reisen so angenehm wie möglich zu gestalten eine zu lange Wartezeit kann die Nerven immens strapazieren. Geschäftstermine müssen häufig verschoben oder sogar abgesagt werden. Für alle Beteiligten ist das außerordentlich ärgerlich. Muss der Passagier eine Flugannullierung oder eine Verspätung von mehr als drei Stunden hinnehmen, sind Airlines allerdings zu Entschädigungszahlungen verpflichtet. Je nach Flugstrecke beträgt der Schadensersatz bis zu 600 Euro. Zeitraubende Rechtstreitigkeiten und hohe Anwaltskosten können auch Geschäftsleute bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche vermeiden, in dem sie von dem Angebot von flightright.de Gebrauch machen. Das Portal für Fluggastrechte prüft Entschädigungsansprüche für Einzelpersonen sowie für Unternehmen und ihre dienstreisenden Mitarbeiter. Bei Anspruchsberechtigung setzt das Unternehmen das Forderungsvolumen unkompliziert und ohne Kostenrisiko durch. Dieser Service steht online unter www.flightright.de zur Verfügung. Das an vielen Flughäfen kostenfrei zur Verfügung gestellte WLAN und die Wartezeit können einmal mehr sinnvoll genutzt werden.

Über flightright: flightright (www.flightright.de), das Verbraucherportal für Fluggastrechte, startete im Frühjahr 2010. Passagiere haben die Möglichkeit, Entschädigungen für verspätete oder annullierte Flüge direkt über das Portal von flightright einzufordern. flightright beruft sich auf die EU-Verordnung 261/2004. Diese spricht Betroffenen von Flugausfällen und Verspätungen eine Wiedergutmachung durch die Fluggesellschaft zu. Weitere Informationen zu flightright und den Entschädigungsansprüchen von Passagieren unter auf http://www.flightright.de

Kontakt:
flightright
Andrea Feustel
Rudold-Breitscheid-Straße 162
11482 Potsdam
0331-981.690.43
presse@flightright.de
http://www.flightright.de

FAQ-Katalog zur Fluggastrechteverordnung – VO (EG) Nr. 261/2004

In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass die Airlines nicht ohne weiteres dazu bereit sind, berechtigten Forderungen Ihrer Fluggäste zu entsprechen. Wir setzen den Ausgleichsanspruch auf Erfolgsbasis gegebenenfalls auch gerichtlich durch.
Das sind die Antworten auf die wesentlichen Fragen von Fluggästen:

FAQ-Katalog zur Fluggastrechteverordnung - VO (EG) Nr. 261/2004

Fliegen – manchmal ein Abenteuer

1.Was sind Fluggastrechte?

Fluggastrechte dienen der Stärkung der Ansprüche von Flugpassagieren. Sie nehmen ihren Ursprung in der Fluggastrechteverordnung (VO (EG) Nr. 261/2004).

2.Welche Flüge fallen unter die Verordnung?

Die Verordnung gilt für alle Flüge, die in der Europäischen Union starten sowie für Flüge in die Europäische Union, sofern die ausführende Airline ihren Sitz in der Europäischen Union hat.

3.Wann findet die Fluggastrechteverordnung Anwendung?

Die Verordnung findet Anwendung, wenn eine bestätigte Buchung vorliegt, der Fluggast sich rechtzeitig, d.h. wie vorgegeben oder spätestens 45 Minuten vor der veröffentlichten Abflugzeit zur Abfertigung eingefunden hat und eine große Verspätung vorliegt, der Flug annulliert, der Fluggast gegen seinen Willen nicht befördert oder herabgestuft wird.

4.Was bedeutet Flugannullierung?

Flugannullierung bedeutet die Nichtdurchführung eines geplanten Fluges, für den zumindest ein Platz reserviert war. Eine Annullierung liegt aber auch vor, wenn ein Flugzeug zwar startet, aber anschließend zum Ausgangsflughafen zurückkehren muss oder der Flug nach dem Start abgebrochen wird.

5.Was bedeutet große Verspätung?

Eine große Verspätung liegt vor, wenn das Flugzeug drei Stunden oder mehr verspätet am Zielflughafen ankommt.

6.Was bedeutet Nichtbeförderung?

Nichtbeförderung bedeutet die Weigerung der Fluggesellschaft, einen Fluggast zu befördern, sofern der Grund der Nichtbeförderung nicht in der Person des Fluggastes liegt (Bsp. Unzureichende Reiseunterlagen, Gesundheit des Fluggastes, starke Alkoholisierung).

7.Was bedeutet Herabstufung?

Eine Herabstufung liegt vor, wenn das ausführende Luftfahrtunternehmen einen Fluggast in eine niedrigere Klasse verlegt als die, für die der Flugschein erworben wurde.

8.Welche Ansprüche können dem Fluggast nach der EU-Verordnung Nr. 261/2004 zustehen?

Dem Fluggast können Ansprüche auf Betreuungs- und Unterstützungsleistungen sowie ein Anspruch auf Ausgleichszahlung zustehen.

9.Was ist eine Betreuungsleistung?

Eine Betreuungsleistung ist gerichtet auf die Versorgung der Flugpassagiere. Sie umfasst Mahlzeiten und Getränke, Hotelunterbringung, Beförderung zwischen Flughafen und dem Ort der Unterbringung sowie zwei unentgeltliche Telefonate, Telefaxe, Faxe oder E-Mails.

10.Was ist eine Unterstützungsleistung?

Eine Unterstützungsleistung ist der Anspruch auf Erstattung der vollständigen Flugscheinkosten für die Gesamt- oder Teilstrecke, der Anspruch auf anderweitige Beförderung zum frühestmöglichen oder wunschgemäßen Zeitpunkt oder der Anspruch auf Ersatz alternativer Transportkosten.

11.Was ist eine Ausgleichszahlung und wie hoch ist diese?

Eine Ausgleichszahlung ist ein pauschaler Ausgleichsanspruch für die Unannehmlichkeiten, die der Fluggast durch die Annullierung, Verspätung oder Nichtbeförderung erlitten hat. Die Höhe des Ausgleichsanspruchs richtet sich nach der Entfernung zwischen dem Abflughafen und dem Zielflughafen. Bei Flügen bis 1.500 Kilometern können dem Passagier bis zu 250,00 EUR, bei allen innergemeinschaftlichen Flügen über 1.500 Kilometern und allen anderen Flügen zwischen 1.500 und 3.500 Kilometern bis zu 400,00 EUR und bei allen sonstigen Flügen bis zu 600,00 EUR zustehen.

12.Wie berechnet sich die Entfernung zwischen Abflug- und Ankunftsflughafen?

Die Entfernung berechnet sich nach der Großkreistheorie. Nähere Informationen und ein Rechner zur Ermittlung von Entfernungen findet sich unter:
http://www.verbraucherinkasso.de/wie-ermitteln-sie-entfernungen

13.Welche Ansprüche können einem Fluggast bei einer Flugannullierung zustehen?

(a)Betreuungsleistungen in Form von Mahlzeiten, Getränken und Telekommunikation; bei einer Weiterbeförderung am nächsten Tag Hotelunterbringung und Beförderung zwischen Flughafen und dem Ort der Unterbringung;
(b)Wahlrecht des Flugpassagiers zwischen vollständiger Erstattung des Ticketpreises für den gesamten Flug oder für nicht geflogene Teilstrecken und ggf. Rückflug zum ersten Abflugort oder anderweitige Beförderung zum frühestmöglichen oder wunschgemäßem Zeitpunkt;
(c) Ausgleichsansprüche von bis zu 250,00 / 400,00 / 600,00 EUR je nach Entfernung zwischen Abflug- und Ankunftsflughafen;


14.Welche Ansprüche können einem Fluggast bei einer Flugverspätung zustehen?

(a)Betreuungsleistungen in Form von Mahlzeiten, Getränken und Telekommunikation; bei einer Weiterbeförderung am nächsten Tag Hotelunterbringung und Beförderung zwischen Flughafen und dem Ort der Unterbringung;
(b)Ab einer Abflugverzögerung von fünf Stunden Wahlrecht des Flugpassagiers zwischen vollständiger Erstattung des Ticketpreises für den gesamten Flug oder für nicht geflogene Teilstrecken und ggf. Rückflug zum ersten Abflugort;
(c)Ab einer Ankunftsverspätung von drei Stunden Ausgleichsansprüche von bis zu 250,00 / 400,00 / 600,00 EUR je nach Entfernung zwischen Abflug- und Ankunftsflughafen;

15.Welche Ansprüche können einem Fluggast bei einer Nichtbeförderung zustehen?

(a) Betreuungsleistungen in Form von Mahlzeiten, Getränken und Telekommunikation; bei einer Weiterbeförderung am nächsten Tag Hotelunterbringung und Beförderung zwischen Flughafen und dem Ort der Unterbringung;
(b) Wahlrecht des Flugpassagiers zwischen vollständiger Erstattung des Ticketpreises für den gesamten Flug oder für nicht geflogene Teilstrecken und ggf. Rückflug zum ersten Abflugort oder anderweitige Beförderung zum frühestmöglichen oder wunschgemäßem Zeitpunkt;
(c) Ausgleichsansprüche von bis zu 250,00 / 400,00 / 600,00 EUR je nach Entfernung zwischen Abflug- und Ankunftsflughafen;

16.Welche Ansprüche können einem Fluggast bei einer Herabstufung zustehen?

Dem Fluggast ist binnen sieben Tagen ein Teil des Flugscheinpreises zu erstatten. Die Höhe richtet sich nach der Entfernung zwischen Abflug- und Ankunftsflughafen. Bei Entfernungen von bis zu 1.500 Kilometern kann der Passagier 30 % des Ticketpreises, bei Entfernungen zwischen 1.500 und 3.500 Kilometern 50 % des Ticketpreises und bei Entfernungen über 3.500 Kilometern 75 % des Ticketpreises zurückverlangen.

17.Wann muss die Airline keine Ausgleichszahlungen leisten?

Fluggesellschaften müssen nicht zahlen, wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen, die nicht im Einflussbereich der Airline liegen. Betreuungs- und Unterstützungsleistungen stehen dem Fluggast trotzdem zu.

18.Was gilt bei einem technischen Defekt?

Ein technischer Defekt ist kein außergewöhnlicher Umstand, der die Airline von ihrer Leistungspflicht befreit. Das gilt auch für die Fälle, in denen die Airline Wartungsarbeiten frist- und ordnungsgemäß ausgeführt hat.

19.Was gilt bei schlechten Wetterverhältnissen?

Schlechte Wetterverhältnisse können außergewöhnliche Umstände darstellen, die die Airline von ihrer Pflicht zur Ausgleichsleistung befreien. Das gilt insbesondere bei extremen Witterungsverhältnissen oder der Sperrung des kompletten Luftraums wegen einer Vulkanaschewolke. In jedem Einzelfall muss geprüft werden, ob die Flugstörung auf schlechte Wetterverhältnisse zurückgeht und die Airline alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat, um die Störung zu vermeiden.

20.Was gilt bei einem Streik?

Ein Streik kann einen außergewöhnlichen Umstand begründen, der die Fluggesellschaft davon befreit, Ausgleichsleistungen zu zahlen. Dabei kommt es insbesondere darauf an, ob die Flugstörung auf Gegebenheiten zurückgeht, die die Airline selbst nicht beherrschen kann, weil sie von außen auf sie einwirken. Dies ist bei einem externen Streik (Bsp. Fluglotsen) grundsätzlich der Fall. Aber auch der betriebsinterner Streik (Bsp. Piloten) kann im Einzelfall einen außergewöhnlichen Umstand begründen.

21.Wann kann der Anspruch auf die Ausgleichszahlung bei einer Flugannullierung noch entfallen?

Der Ausgleichsanspruch entfällt, wenn der Fluggast mindestens zwei Wochen vor der planmäßigen Abflugzeit von der Annullierung unterrichtet wird. Wird der Passagier über die Annullierung in einem Zeitraum zwischen zwei Wochen und sieben Tagen unterrichtet, entfällt der Ausgleichsanspruch, wenn der Fluggast ein Angebot zur anderweitigen Beförderung erhält, dass es ihm ermöglicht, nicht mehr als zwei Stunden vor der planmäßigen Abflugzeit abzufliegen und sein Endziel höchstens vier Stunden nach der planmäßigen Ankunftszeit zu erreichen. Wird der Passagier über die Annullierung weniger als sieben Tage vor Abflug unterrichtet, entfällt der Ausgleichsanspruch, wenn der Fluggast ein Angebot zur anderweitigen Beförderung erhält, dass es ihm ermöglicht, nicht mehr als eine Stunde vor der planmäßigen Abflugzeit abzufliegen und sein Endziel höchstens zwei Stunden nach der planmäßigen Ankunftszeit zu erreichen.

22.Was gilt bei einem verpassten Anschlussflug?

Verpasst der Fluggast seinen Anschlussflug, weil der Zubringerflug Verspätung hatte, kann dem Fluggast ein Ausgleichsanspruch zustehen. Dies setzt voraus, dass Zubringer- und Anschlussflug von der gleichen Airline durchgeführt worden sind und die Ankunftsverspätung am letzten Zielort drei Stunden oder mehr betrug. Weitere Einzelheiten: Urteil des EuGH vom 26.02.2013 – Rechtssache C-11/11.

23.Wann verjähren die Ansprüche nach der EU-Verordnung Nr. 261/2004?

Ansprüche nach der Fluggastrechteverordnung verjähren in Deutschland regelmäßig nach Ablauf von drei Jahren zum Ende des Jahres, in dem die Flugstörung eingetreten ist. Ein Beispiel verdeutlicht dies: War ein Passagier von einer Flugstörung im Jahre 2010 betroffen, verjähren seine Ansprüche nach der Verordnung zum 1. Januar 2014.

24.Welche Beweismittel sollte ein Flugpassagier nach Möglichkeit zur Durchsetzung deiner Ansprüche sichern?

Eine sorgfältige Beweissicherung ist besonders wichtig. Viele Luftgesellschaften verweigern insbesondere die Ausgleichszahlungen. Eine gerichtliche Auseinandersetzung ist oft unumgänglich. Reiseunterlagen, sämtliche Korrespondenzen mit der Airline sowie Rechnungen über zusätzlich entstandene Kosten für Hotel, Beförderung, Verpflegung und Telekommunikation sollten aufgehoben werden. Ratsam ist es, sich Aussagen der Airline oder Reiseleitung vor Ort schriftlich bestätigen zu lassen oder sich zumindest eigene Notizen über den Grund für die Flugstörung zu machen. Am Flughafen empfiehlt sich das Ansprechen von Mitreisenden, die in einem späteren Prozess als Zeugen benannt werden können und das Fotografieren oder Filmen von Abflugtafeln und sonstigen relevanten Hinweisen.

25. Wo kann ich mir einen Überblick über die Rechtsprechung verschaffen?

Die Verbraucherinkasso GFM GmbH bietet auf Ihrer Homepage einen Überblick über die Rechtsprechung. Sie enthält für die Entscheidungen des EUGH und BGH sowie die einzelnen Oberlandesgerichte, Landgerichte und Amtsgerichte Angaben zum Thema der Entscheidung, dem Aktenzeichen und das Datum. Außerdem gibt es einen Link zu einer kurzen Zusammenfassung.

26. Wo finde ich Informationen, wenn ich weitere Einzelfragen zu Fluggastrechten habe?

Auf der Homepage der Verbraucherinkasso GFM GmbH ist ein Glossar mit Erklärungen der wichtigsten Begriffe sowie Verweisen auf die Fluggastrechteverordnung zu finden. Dort werden auch die wesentlichen Rechtsbegriffe erklärt.

Bildrechte: Fotolia

Zur Verbraucherinkasso GFM GmbH: Diese Gesellschaft für Forderungsmanagement wird ausschließlich für Verbraucher tätig. Sie macht Fluggastrechte nach der Fluggastrechteverordnung (VO (EG) Nr. 261 / 2004) bei Flugüberbuchung, Flugannullierung, Flugverspätung oder Herabstufung auf Erfolgsbasis geltend. Verweigert die Airline die Beförderung, annulliert sie den Flug, verspätet sich der Flug oder kommt es zu einem Downgrading, kann ein Anspruch auf Ausgleich in der Höhe von bis zu EUR 250 / 400 / 600 bestehen. Verbraucherinkasso macht diesen Anspruch risikolos geltend. Im Erfolgsfall fallen 27 % der Zahlung und eine Pauschale von EUR 25 an. Weitere Informationen finden Sie auf www.verbraucherinkasso.de

Kontakt:
Verbraucherinkasso GFM GmbH
Dr. Martin Weimann
Prenzlauer Allee 8
10405 Berlin
+49 (0)30 – 44033914
info@verbraucherinkasso.de
http://www.fluggastverordnung.com

EU will Rechte von Fluggästen stärken

ARAG Verbraucher-Information
Düsseldorf, 02.04.2013

Seit 2005 gibt es sie bereits: die EU-Fluggastrechteverordnung. Sie regelt, welche Unterstützungs- und Ausgleichsleistungen Fluggäste von der Airline beanspruchen können, wenn ihnen die Beförderung verweigert wird oder ihr Flug verspätet oder gar nicht stattfindet. Gleichwohl landeten in der Vergangenheit zahlreiche Rechtsstreitigkeiten um Ansprüche aus der Verordnung vor dem BGH oder dem Europäischen Gerichtshof. Denn deren Regelungen sind nicht immer stimmig und eindeutig. Das will der europäische Gesetzgeber jetzt ändern. Einen entsprechenden Vorschlag hat die EU-Kommission am 13. März 2013 vorgestellt, wie ARAG Experten berichten.

Früher informieren
Der Vorschlag sieht unter anderem vor, dass die Fluggesellschaft ihre Fluggäste künftig so früh wie möglich über die Tatsache informieren muss, dass sich der Flug verspätet oder er annulliert wird. Nach der bisherigen Regelung müssen die Airlines ihre Fluggäste zwar über deren Rechte aufklären, es gibt aber keine Pflicht, an Ort und Stelle über das Ereignis selbst zu informieren. In Zukunft muss die Information der betroffenen Reisenden spätestens 30 Minuten nach der planmäßigen Abflugzeit erfolgen. Sobald die Airline weiß, wann der Flug voraussichtlich stattfinden wird, muss sie auch dies mitteilen.

Außergewöhnliche Umstände
Auch der Begriff der sog. „außergewöhnlichen Umstände“ soll nach dem Willen der EU-Kommission präzisiert werden. Verspätet sich ein Flug wegen „außergewöhnlicher Umstände“ oder fällt er ganz aus, muss die Fluggesellschaft den Reisenden keinen Ausgleich leisten. Zuletzt hatte in diesem Zusammenhang der BGH entschieden, dass solche „außergewöhnlichen Umstände“ vorliegen, wenn die Piloten der Airline streiken und deshalb Flüge annulliert werden müssen (21.8.2012, Az.: X ZR 138/11 und 146/11). Nach dem Vorschlag der Kommission sollen künftig Umstände „außergewöhnlich“ sein, wenn sie nicht mit der normalen Ausübung der Tätigkeit der Airline zusammenhängen und von ihr tatsächlich nicht zu beherrschen sind. Auch Beispiele sollen in die Verordnung aufgenommen werden: Naturkatastrophen und Fluglotsenstreiks sind danach „außergewöhnlich“, werden bei der Routinewartung technische Probleme festgestellt, muss die Fluggesellschaft ihre Kunden dagegen entschädigen.

Entschädigung
Eine Neuregelung ist ferner beim finanziellen Ausgleich für verspätete Flüge geplant. Nach einem Urteil des EuGH (19.11.09, Az.: C-402/07 und C-432/07) können Fluggäste eine Entschädigung beanspruchen, wenn sich ihr Flug drei Stunden oder mehr verspätet. Die Verordnung selbst sieht das bislang nur bei einer Annullierung des Flugs vor. In Zukunft soll auch die Verspätung als Grund für eine Ausgleichszahlung in die Verordnung ausgenommen werden. Die relevante Verspätungsdauer wird sich allerdings bei EU-Flügen und sonstigen Flügen bis zu einer Entfernung von 3500 km auf 5 Stunden verlängern. Bei Flügen bis zu 6000 km muss die Airline erst ab 9 Stunden Verspätung zahlen, bei längeren Flügen ab 12 Stunden. Indem der Airline dadurch mehr Zeit zur Problemlösung gegeben wird, soll sie motiviert werden, den Flug nicht einfach zu annullieren, sondern doch noch durchzuführen, so die Kommission.

Unterbringung und Verpflegung
Der Vorschlag der Kommission will aber auch die Fluggesellschaften finanziell entlasten: So sollen die Ansprüche der Fluggäste auf Unterbringung und Verpflegung in Fällen „außergewöhnlicher Umstände“ regelmäßig auf drei Nächte begrenzt werden. Dass die jetzige Regelung – unbegrenzte Betreuung der Fluggäste – die Fluggesellschaften an den Rand des finanziellen Ruins bringen kann, zeigte sich im Jahr 2010, als der Ausbruch eines isländischen Vulkans den Flugverkehr in weiten Teilen Europas über mehrere Tage lahmgelegte.

Beschwerdeverfahren
Schließlich will man den Fluggästen die Durchsetzung ihrer Rechte aus der Verordnung erleichtern: Fluggesellschaften müssen laut dem Kommissions-Vorschlag ein klares Beschwerdeverfahren einrichten und die Beschwerden in vorgegebener Zeit – Eingangsbestätigung nach einer Woche und Beantwortung nach zwei Monaten – bearbeiten. Wird auf diesem Weg keine Lösung gefunden, können sich die betroffenen Fluggäste an eine außergerichtliche Beschwerdestelle wenden. Hier ist der deutsche Gesetzgeber bereits tätig geworden: Am 1. März 2013 hat der Bundestag einen Gesetzesentwurf beschlossen, mit dem ein Schlichtungsverfahren für den Luftverkehr geschaffen werden soll.

Download des Textes:
http://www.arag.de/rund-ums-recht/rechtstipps-und-urteile/reise-und-freizeit

Aktuelle Meldungen finden Sie auch bei Twitter: http://www.twitter.com/ARAG

Der ARAG Konzern ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz. Die ARAG versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand auch über die leistungsstarken Tochterunternehmen im deutschen Komposit-, Kranken- und Lebensversicherungsgeschäft sowie die internationalen Gesellschaften und Beteiligungen in 13 weiteren europäischen Ländern und den USA – viele davon auf führenden Positionen in ihrem jeweiligen Rechtsschutzmarkt. Mit knapp 3.500 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von knapp 1,5 Milliarden EUR.

Kontakt
ARAG SE
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211-963 2560
brigitta.mehring@arag.de
http://www.ARAG.de

Pressekontakt:
redaktion neunundzwanzig
Thomas Heidorn
Lindenstraße 14
50676 Köln
0221-92428215
thomas@redaktionneunundzwanzig.de
http://www.ARAG.de