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Koffer weg! Was nun?

ARAG Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer zur Haftung bei Gepäckverlust

Koffer weg! Was nun?

Gerade in den Herbstferien herrscht an Flughäfen oft Hochbetrieb. Da kann der ein oder andere Koffer schon mal liegenbleiben oder im falschen Flugzeug landen. Aber auch bei normalem Flugverkehr bleiben immer wieder Gepäckstücke auf der Strecke. Dann gibt es zum Glück das Montrealer Übereinkommen mit Regelungen zu Verspätung, Verlust oder Beschädigung von Reisegepäck, beruhigt der ARAG Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer. Er weiß aber auch Rat, wenn das Gepäck bei Bus, Bahn oder auf dem Kreuzfahrtschiff verschwindet oder auf sich warten lässt.

Herr Klingelhöfer, was regelt das Montrealer Übereinkommen?

RA Tobias Klingelhöfer: Es heißt in der Amtssprache „Übereinkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Vorschriften über die Beförderung im internationalen Luftverkehr“ und regelt unter anderem alles rund um verspätetes und verloren gegangenes Gepäck bei internationalen Flügen.

Was kann ein Fluggast tun, wenn sein Gepäck sich verspätet?

RA Tobias Klingelhöfer: Verspätet sich der Koffer, darf der Passagier – bis das Gepäck wieder auftaucht – notwendige Dinge für den Aufenthalt kaufen. Dies können z. B. Kleider und Pflegemittel sein, die sich ansonsten im Koffer befinden. Es darf aber nur das gekauft werden, was auch wirklich benötigt wird, und die Neuanschaffungen dürfen keinesfalls mehr wert sein als der Gepäckinhalt. Bei Vorlage entsprechender Quittungen ist die Fluggesellschaft zur Erstattung verpflichtet, wobei es eine Höchstgrenze von knapp 1.400 Euro gibt. Wenn der Koffer den gesamten Urlaub fehlt, können Reisende, die über einen Reiseveranstalter gebucht haben, von ihm bis zur Hälfte des Reisepreises zurückfordern. In jedem Fall gilt, dass die Reisenden so schnell wie möglich schriftlich der Fluggesellschaft den Verlust bzw. die Beschädigung anzeigen müssen. Am besten per Einschreiben mit Rückschein.

Wer haftet, wenn der Koffer verschwindet?

RA Tobias Klingelhöfer: Als wirklich verloren gilt ein Koffer nach 100 Tagen. Ist das Gepäck verloren oder beschädigt, haftet die Fluggesellschaft – allerdings ebenfalls nur bis zu einem Höchstbetrag von knapp 1.400 Euro. Wollen die Reisenden bei einem etwaigen Verlust mehr Geld, so sollten sie den Wert ihres Gepäcks bereits bei der Aufgabe angeben – in diesen Fällen fällt jedoch eine Extragebühr an. Einige Fluggesellschaften raten daher, Wertgegenstände mit ins Handgepäck zu nehmen.

Wie kann man sich denn schützen?

RA Tobias Klingelhöfer: Da der Verlust von Gepäck meistens auf einen Fehler des Boden- oder Flugpersonals oder Diebstahl zurückzuführen ist, kann man sich kaum dagegen schützen. Experten raten, auf teure Designer-Koffer zu verzichten. Diebe wittern darin größere Beute als in unauffälligen preiswerten Gepäckstücken.

Schrecken abschließbare Koffer Langfinger ab?

RA Tobias Klingelhöfer: Die Schutzwirkung von abschließbarem Gepäck ist begrenzt. Koffer abzuschließen ist besonders bei Auslandsreisen wenig hilfreich, denn der Zoll ist berechtigt, das Gepäck zu öffnen. USA-Reisenden hilft da allerdings ein TSA-Schloss. Damit ist der Koffer abgeschlossen, die amerikanischen Sicherheitsbehörden haben aber einen Generalschlüssel zur Gepäckprüfung.

Und wenn der Koffer nicht bei einer Fernbusreise verschwindet?

RA Tobias Klingelhöfer: Bei Fernbusreisen innerhalb der EU sind die Rechte der Fahrgäste auch in einer Verordnung geregelt. Demnach sind die Fernbusunternehmen dann in der Haftung, wenn es während der Reise durch einen Unfall des Busses zum Verlust oder der Beschädigung eines Gepäckstücks kommt. Die Haftung des Fernbusunternehmens ist auf maximal 1.200 Euro pro Koffer festgelegt. Die Haftung für den Verlust eines Gepäckstücks durch Diebstahl oder Verwechselung – etwa bei einem Zwischenstopp des Busses – schließen die Anbieter in der Regel in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) aus. Hier muss im Einzelfall geprüft werden, ob die jeweiligen AGB wirksam sind.

Wer haftet für verlorenes oder entwendetes Gepäck bei der Bahn?

RA Tobias Klingelhöfer: Wenn das Gepäck aufgegeben wurde, haftet die Bahn selbstverständlich, wenn es nicht am Zielort ankommt. Bei Handgepäck – auch größeren Koffern -, das im Gepäcknetz oder dafür vorgesehenen Nischen mitreist, haftet das Bahnunternehmen nur, wenn der Gast nachweisen kann, dass der Verlust auf ein Verschulden des Unternehmens oder seiner Mitarbeiter zurückzuführen ist. Das ist in der Praxis aber sehr schwierig.

Bleibt noch der Gepäckverlust auf einer Kreuzfahrt. Wer haftet da?

RA Tobias Klingelhöfer: Da sich das Gepäck während der gesamten Reise in der Kabine der Reisenden befindet, sind diese auch dafür selbst verantwortlich. Das Gepäck könnte aber auch nur verschwinden, wenn in die Kabine eingebrochen wird. War die Kabinentür in so einem Fall verschlossen, haften die Kreuzfahrtlinie oder der Veranstalter. Wesentlich häufiger kommt es allerdings vor, dass das Reisegepäck erst verspätet auf dem Kreuzfahrtschiff ankommt. Dann kann der Reisepreis pro Reisetag, den man ohne sein Gepäck an Bord verbringt, um 30 Prozent gemindert werden. Ein Ehepaar buchte im konkreten Fall eine Mittelmeerkreuzfahrt ab Genua. Dort stellte es fest, dass die Koffer, die es am Flughafen aufgegeben hatte, nicht eingetroffen waren. Wegen dieser Beeinträchtigung minderten die Reisenden den Reisepreis für die fünf Tage bis zum Eintreffen des Gepäcks. Ein Schadensersatz für entgangenen Urlaubsgenuss konnten sie allerdings nicht geltend machen (AG München, Az.: 132 C 20772/08).

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/auf-ins-leben/fernweh/koffer-verloren-flugreise/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit mehr als 4.100 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von 1,7 Milliarden EUR.

ARAG SE ARAG Platz 1 40472 Düsseldorf, Aufsichtsratsvorsitzender Gerd Peskes, Vorstand Dr. Dr. h. c. Paul-Otto Faßbender (Vors.), Dr. Renko Dirksen, Dr. Matthias Maslaton, Wolfgang Mathmann, Hanno Petersen, Dr. Joerg Schwarze
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Trinkgeld / Sylt / Hotelzimmerschlüssel

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Immer der gleiche Ärger: Trinkgeld an Bord
Das Thema Trinkgeld auf Kreuzfahrten führt immer wieder zu Unsicherheiten und Unstimmigkeiten. Denn nicht immer ist das Trinkgeld im Reisepreis enthalten. Insbesondere internationale Reedereien erheben das Trinkgeld erst an Bord, indem sie einen vorgeschlagenen Betrag – meist liegt dieser bei ca. 10 Euro pro Person und Nacht – auf das Bordkonto buchen. Der Passagier hat dann die Möglichkeit, den Betrag zu kürzen, zu streichen oder zu erhöhen – wenn er diese versteckten Nebenkosten denn entdeckt. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass diese Praxis für in Deutschland gebuchte Kreuzfahrten nicht erlaubt ist. Selbst wenn die Reederei ihren Sitz im Ausland hat. Nach der so genannten Preisangabenverordnung müssen hierzulande sämtliche Bestandteile eines Preises angegeben sein. Und diese Regelung darf nach Information der ARAG Experten nicht durch anders lautende Allgemeine Geschäftsbedingungen außer Kraft gesetzt werden. Auch der Hinweis beim Check-In an Bord, dass das Trinkgeld nicht obligatorisch sei und gestrichen werden könne, reicht nicht aus (Oberlandesgericht Koblenz, Az.: 2 U 1260/17).

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/reise-und-freizeit/2189/

Sylt oder Norden? Hauptsache Friesland!
Fußballer Andi Möller wollte unbedingt nach Italien – egal, ob er für Mailand oder Madrid kicken sollte. Der Urlauber im vorliegenden Fall hatte ein etwas konkreteres Ziel: Er wollte nach Sylt. Nicht nach Amrum, nicht nach Föhr, nicht aufs Festland – sondern nach Sylt! Statt auf die Insel wurde er allerdings in eine Unterkunft gleichen Namens nach Norddeich gebucht. Das Problem: Norddeich ist kein Ort auf Sylt, sondern ein Ortsteil der Küstenstadt Norden am ostfriesischen Festland. Das wurde den Reisenden durch die Buchungsbestätigung aber nicht klar. Und während man dem oben genannten Sportler etwas mehr geografische Kenntnisse wünschen würde, kann von keinem Reisenden verlangt werden, dass er Norddeich exakt verortet. Vielmehr sind Reiseveranstalter nach Auskunft der ARAG Experten verpflichtet, auf der Reisebestätigung klar erkennbar darauf hinzuweisen, wenn sich die Unterkunft nicht am gebuchten Ort befindet. In diesem konkreten Fall bekam der Mann den vollen Reisepreis zurück (Landgericht Frankfurt am Main, Az.: 2-24 S 32/18 (nicht rechtskräftig)).

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Hotelzimmerschlüssel verloren – wer zahlt?
ARAG Experten weisen darauf hin, dass Hotelgäste, die ihren Zimmerschlüssel verlieren, grundsätzlich für die Kosten aufkommen müssen. Doch diese dürfen nicht unverhältnismäßig hoch sein. Entscheidend ist der Einzelfall. Handelt es sich um einen Schlüssel, der auch für andere Türen, wie z. B. die zentrale Eingangstür, passt, kann der Verlust schnell sehr teuer für den Hotelgast werden. Doch die ARAG Experten geben auch zu bedenken, dass ein Hotel keinen Generalschlüssel an Gäste ausgeben darf, mit dem die ganze Schließanlage betätigt werden kann. Das wäre grob fahrlässig. Ist der verlorene Schlüssel aber keinem Hotel zuzuordnen, ist das Risiko gering, dass er missbräuchlich verwendet wird. In diesem Fall muss ein Hotelgast nicht befürchten, eine fünfstellige Summe berappen zu müssen, wie jüngst in Österreich geschehen. Hier bekam ein Tiroler eine Rechnung über 10.000 Euro, weil er den Schlüssel zu dem angeblichen High-Tech-Schließsystem der Pension verloren hatte (Tiroler Zeitung).

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Die wichtigsten Versicherungen für einen unbeschwerten Urlaub

ARAG Experten stellen die wichtigsten Reiseversicherungen vor.

Die wichtigsten Versicherungen für einen unbeschwerten Urlaub

Vor dem Winter noch einmal etwas Sonne tanken. Das liegt jetzt zum Herbstbeginn voll im Trend. Auch wenn die Herbstferien eher kurz sind. Besonders ärgerlich ist es dann, wenn die Urlaubsfreuden durch unvorhergesehene Ereignisse getrübt werden. Damit Sie den wohlverdienten Urlaub entspannt genießen können, sollten Sie rechtzeitig vorsorgen. ARAG Experten stellen die wichtigsten Reiseversicherungen vor.

Auslandsreisekrankenversicherung
Keine Frage: Am wichtigsten für die Reise ins Ausland ist ein ausreichender Krankenschutz. ARAG Experten empfehlen, sich nicht auf die bereits abgeschlossene Krankenversicherung zu verlassen. Selbst wenn in der bestehenden Police Auslandskrankenschutz mit ausgewiesen ist, handelt es sich meist nur um Teilleistungen und nicht um eine vollständige Absicherung. Das bedeutet beispielsweise, dass Kosten nicht komplett übernommen werden. Und wenn Urlaubsärzte hohe Rechnungen stellen, kann das für den Versicherten teuer werden. Daher ist es überaus wichtig, zusätzlich eine private Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen.

Autoversicherung
Gleichgültig, ob der Urlauber mit seinem eigenen Gefährt auf Reisen geht oder aber am Urlaubsort einen Wagen mietet – Versicherungsschutz muss vorhanden sein! Bevor jedoch übereilt neue Versicherungen abgeschlossen werden, sollte zunächst die vorhandene genauestens inspiziert werden. Denn zumindest für das eigene Fahrzeug ist meist bereits ein Schutzbrief integriert. Häufig ist zudem noch eine sogenannte Mallorca-Police enthalten, die den Mietwagen absichert. Allerdings sollte hierbei überprüft werden, wie hoch die Deckungssumme ist. Da diese gerade im Ausland oft zu niedrig angesetzt wird, raten ARAG Experten dazu, sie an die in Deutschland geltende anzugleichen.

Reiserücktrittsversicherung
Von einer Reise zurückzutreten ist selbstverständlich jederzeit möglich. Je näher der Rücktritt jedoch am vorgesehenen Reisebeginn liegt, desto höher werden meist die anfallenden Kosten, die Hotels oder Vermieter von Ferienwohnungen in Rechnung stellen. Es kann daher ratsam sein, sich gegen dieses Risiko versichern zu lassen. Erst recht, wenn die Reise sehr frühzeitig gebucht wurde, sie sehr kostenintensiv ist oder mit anfälligen Personengruppen – wie Kindern oder älteren Menschen – gemacht werden soll.

Reiseabbruchversicherung
Wenn man die Reise aus persönlichen Gründen vorzeitig abbrechen muss, greift die Reiserücktrittversicherung nicht. Hier hilft eine Reiseabbruchversicherung. Sie deckt die Mehrkosten einer geänderten Rückreise ab. Ob damit auch die nicht in Anspruch genommenen Reiseleistungen erstattet werden, ist je nach Versicherung unterschiedlich und kann bei den meisten Anbietern ein- oder ausgeschlossen werden. Ein Krankenrücktransport nach Hause wird aber nicht von der Reiseabbruchversicherung übernommen. Diese Kosten übernimmt zum Beispiel eine private Auslandskrankenversicherung.

Gepäckversicherung
Ein bekannter und daher häufig abgeschlossener Reiseschutz ist die Gepäckversicherung. Allerdings lohnt sich der Abschluss lediglich bei sehr teuren Gepäckstücken oder bei einer Reise in besonders gefährdete Gebiete. Da die in den Policen enthaltenen Leistungen stark variieren, sollte der Urlauber sich vorab informieren, welche Risiken in seiner Versicherung überhaupt abgedeckt sind und wie er sich verhalten muss, um Leistungen bekommen zu können. Im Zweifelsfall bietet ein wachsames Auge immer noch mehr Schutz vor Dieben als eine schlechte Versicherung.

Versicherungs-Check vor Reiseantritt
Abschließend raten die ARAG Experten, vor Reiseantritt bereits abgeschlossene Verträge auf mögliche Zusatzleistungen zu untersuchen und zu überprüfen, inwieweit die dort gebotenen Leistungen für den anstehenden Urlaub ausreichend sind. Denn häufig sind für die Reise wichtige Policen in die vorhandenen Verträge integriert. So ist die Mallorca-Police unter Umständen bereits Teil der normalen Kfz-Haftpflicht oder die Absicherung des Urlaubsgepäcks gegen Einbruchdiebstahl in der Hausratversicherung enthalten. Auch Kreditkartenverträge sind oft mit Versicherungsleistungen gekoppelt.

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Diebstahl im Urlaub

ARAG Experten über Diebe, die im Ausland zuschlagen

Diebstahl im Urlaub

Eine der ärgerlichsten Erfahrungen, die ein Reisender machen kann, ist sicherlich der Diebstahl von Dokumenten, Geld, Kreditkarten und Wertsachen im Ausland. Denn darunter leidet nicht nur die Reisekasse, auch der Erholung tut ein solches Ärgernis nicht gut. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass schnellstmöglich nach Verlust der eigenen „Sieben Sachen“ die Polizei, die Versicherung und andere Institutionen eingeschaltet werden müssen. Damit man im Fall des Falles weiß, was zu tun ist, um den Schaden einzugrenzen, haben die ARAG Experten die wichtigsten Maßnahmen rund um den Diebstahl im Urlaub zusammengestellt.

Prävention
Zunächst einmal gilt, es gar nicht erst zu einem Diebstahl kommen zu lassen! Man sollte zum Beispiel immer den Safe im Hotelzimmer nutzen oder nach dem hoteleigenen, meist größeren Tresor fragen. Bei ordnungsgemäßem Gebrauch haften in Deutschland und dem europäischen Ausland die Hoteliers, wobei die Haftung bei den Zimmersafes beschränkt sein kann. Unbedingt vermeiden sollte man die Mitnahme von größeren Mengen Bargeld. Auch den Hotelschlüssel sollte man idealerweise nicht an der Rezeption abgeben und die Umgebung gut im Auge behalten.

Schadensbegrenzung
Sollte trotz aller Vorsicht dennoch etwas passiert sein, ist das Wichtigste nach einem Diebstahl die sofortige Kontaktaufnahme mit Polizei und Versicherung. Sollte nämlich keine Anzeige erstattet oder der Diebstahl nicht unverzüglich bei der Versicherung gemeldet werden, besteht kein Anspruch auf eine Erstattung des Schadens. Auch ist es von größter Wichtigkeit, die Anzeige nicht nur bei einem Streifenbeamten, sondern direkt auf dem zuständigen Revier aufzugeben. Obwohl die gängige Hausratversicherung für deutlich mehr Schäden aufkommt als viele denken, ist der Abschluss einer zusätzlichen Reisegepäckversicherung oft ratsam. Diese schützt vor Verlust oder auch Beschädigung des Reisegepäcks. Allerdings sind auch hier einige Regeln zu befolgen: Der Versicherungsnehmer ist dazu verpflichtet, nicht sorglos mit seinem Gepäck umzugehen. Lässt er seine Reisetasche zum Beispiel unbeaufsichtigt im Bahnabteil stehen, während er ins Bordrestaurant geht, oder gibt sie einem Fremden zum Tragen, handelt er grob fahrlässig.

Neuer Pass beim Konsulat
Bei Verlust von Dokumenten wie EC-Karten, Kreditkarten und Flugtickets sollten die Notfallnummern der verschiedenen Anbieter angerufen werden. Hier können Schäden gemeldet und Karten gesperrt werden. Fehlen nach dem Diebstahl Reisepass oder Personalausweis, helfen die Deutsche Botschaft oder das nächste Konsulat weiter: Dort werden Ersatzausweise ausgestellt, die die Rückreise ermöglichen. Auch bei gestohlenen Zahlungsmitteln besteht die Pflicht, Diebstähle sofort zu melden, sonst könnte der entstandene Schaden, etwa wenn die Kreditkarte von Fremden verwendet wird, auf den Bestohlenen zurückfallen. Zur Sicherheit sollten vor der Abreise alle wichtigen Dokumente fotokopiert und Daten wie Notfallnummern und Adresse der deutschen konsularischen Vertretung notiert werden. Die Mitnahme eines Notfall-Passes mit allen wichtigen Rufnummern auf einen Blick ist in diesem Fall eine große Hilfe. Die zentrale Sperr-Notrufnummer +49 116 116 ist in Deutschland gebührenfrei 24 Stunden am Tag zu erreichen. Über sie können die meisten EC- und Kreditkarten, die SIM-Karte des Handys und die Onlinefunktion des Personalausweises gesperrt werden. Aus dem Ausland müssen Sie +49 116 116 oder +49 30 4050 4050 wählen.

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Trotz Krankschreibung in den Herbsturlaub?

ARAG Experten informieren, wann Arbeitnehmer trotz Krankheit reisen dürfen

Trotz Krankschreibung in den Herbsturlaub?

Laut Statista hat knapp ein Drittel der Deutschen in 2018 Frühbucher-Angebote für Urlaubsreisen in Anspruch genommen. Man kann also davon ausgehen, dass viele Arbeitnehmer auch den anstehenden Herbsturlaub bereits vor vielen Monaten gebucht haben. Doch was geschieht, wenn man plötzlich länger krankgeschrieben wird? Darf man trotz Krankschreibung verreisen oder muss man die Reise stornieren? ARAG Experten klären auf.

Kürzer als sechs Wochen krank
Sind Arbeitnehmer kürzer als sechs Wochen krankgeschrieben, erhalten sie trotzdem ihren vollen Lohn vom Arbeitgeber. Fahren sie trotz Krankschreibung in den Urlaub, müssen davon grundsätzlich weder der Chef noch die Kasse informiert werden. Allerdings müssen Arbeitnehmer während einer Krankschreibung alles unterlassen, was ihrer Genesung entgegensteht. Wer also mit einer Grippe in den Aktivurlaub fährt, muss unter Umständen mit einer Abmahnung rechnen, wenn der Chef davon erfährt. Um Ärger mit dem Arbeitgeber zu vermeiden, empfiehlt es sich daher, im Vorfeld das Gespräch mit dem Chef zu suchen und sich ggf. vom Arzt bescheinigen zu lassen, dass der Urlaub aus medizinischer Sicht unbedenklich oder sogar förderlich ist. Urlaubstage, an denen Arbeitnehmer im eingereichten und bewilligten Urlaub krank waren, können sie sich vom Chef sogar wieder gutschreiben lassen.

Länger als sechs Wochen krank
Nach sechs Wochen endet die Zahlungspflicht des Chefs. Ab jetzt gibt es Krankengeld von der Krankenkasse – also 70 Prozent des regelmäßigen Bruttoeinkommens. Wer trotz Attest in die Herbstferien möchte, muss seine Kasse nur informieren, wenn die Reise ins Ausland geht. Krankgeschriebene Arbeitnehmer, die in Deutschland Urlaub machen, sollten nach Auskunft der ARAG Experten allerdings dafür sorgen, für die Kasse erreichbar zu bleiben und jemanden damit beauftragen, ein Blick auf die Post zu werfen, so dass man gegebenenfalls auf Schreiben der

Krankenkasse reagieren kann.
Wenn die Reise ins Ausland geht, muss die Krankenkasse ihre Zustimmung zur geplanten Urlaubsreise geben. Ansonsten riskiert man seinen Anspruch auf Krankengeld. Die ARAG Experten raten krankgeschriebenen Arbeitnehmern, die Kasse möglichst frühzeitig über die Ferienpläne zu informieren, indem sie der Kasse das Attest und den Antrag auf Zustimmung schicken. Hilfreich kann auch eine Bescheinigung des behandelnden Arztes sein, dass die Reise der Heilung nicht im Wege steht.

Darf die Kasse die Reise verbieten?
Grundsätzlich hat die Krankenkasse keinen Ermessensspielraum und muss einer Reise trotz Krankschreibung zustimmen. Zumindest, wenn die Genesung nicht gefährdet ist. Wer also mit einem frisch operiertem Kreuzbandriss zum Surfurlaub auf die Kanaren fliegen möchte, muss mit einem negativen Bescheid rechnen und riskiert sein Krankgeld. Wenn allerdings der Arzt keine Einwände hat und es auch keine Hinweise auf Missbrauch der Arbeitsunfähigkeit gibt, darf die Kasse die Krankengeld-Zahlung während des Urlaubs nicht verweigern. Die ARAG Experten weisen allerdings darauf hin, dass es Auflagen in Form von ärztlichen Untersuchungen oder Heilbehandlungen im Urlaubszeitraum geben kann.

Ein konkreter Fall
Als Gerüstbauer war ein Mann acht Wochen wegen eines Bandscheibenvorfalls krankgeschrieben. Für die letzten beiden Wochen erhielt er Krankengeld von seiner Krankenkasse. In dieser Zeit wollte er für ein paar Tage ein Haus in Dänemark mieten. Seine Ärztin hatte ihr OK gegeben und auch weitere Behandlungstermine gab es während der geplanten Ferientage nicht. Die Krankenkasse verweigerte jedoch die Zustimmung zum Kurztrip ins Nachbarland, weil die lange Autofahrt mit einem Bandscheibenvorfall kontraproduktiv für die Genesung sei. Doch die Richter des Bundessozialgerichts waren anderer Ansicht und die Kasse musste zustimmen und zahlen (Az.: B 3 KR 23/18 R).

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Das sind Ihre Rechte bei Pauschalreisen

ARAG Experten über die neuen Rechte von Urlaubern

Das sind Ihre Rechte bei Pauschalreisen

Die Herbstferien stehen vor der Tür. Bei diesen eher kurzen Auszeiten greifen viele Urlaubswillige gerne zu Pauschalreisen. Wenn zwei Reiseleistungen (z.B. Flug, Hotel oder Mietwagen) gebündelt werden oder eine solche Reiseleistung bereits im Vorfeld der Reise mit einer touristischen Leistung (Konzertkarte, Ausflug, Wellnessbehandlung u.a.) gebucht wird und diese mindestens 25 Prozent des Gesamtwertes der Reise ausmacht, liegt eine sogenannte Pauschalreise vor. Warum das wichtig ist? Die Pauschalreise ist gut abgesichert: Bei Mängeln können Reisende ihre Ansprüche wie etwa eine Minderung oder Schadensersatz gegenüber dem Veranstalter geltend machen. Für Individualreisende ist die Durchsetzung ihrer Rechte oft weniger einfach. Weil aber immer mehr Menschen ihre Urlaubsreisen individuell online zusammenstellen, gilt seit dem vergangenen Jahr ein neues Reiserecht. ARAG Experten nennen die wichtigsten Punkte.

Pauschalreiserecht
Am 1. Juli 2018 trat ein neues Reiserecht in Kraft. Es beruht auf der Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie. Innerhalb der EU sollen einheitliche Regeln gelten. Umgesetzt werden die EU-Vorgaben in den neugefassten Paragraphen 651 a ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Das Reiserecht beinhaltet erweiterte Regeln für Pauschalreisen. Wer allerdings nur ein Ferienhaus oder eine Wohnung bei einem Reiseveranstalter bucht, genießt nicht mehr den umfangreichen Schutz des Pauschalreiserechts. Hier findet dann beispielsweise das Mietvertragsrecht Anwendung, das dem Reisenden aber weniger Rechte gibt.

Vorsicht: nachträgliche Preiserhöhung
Früher durfte der Reiseveranstalter bei im Voraus gebuchten Reisen bei bestimmten Gründen eine nachträgliche Preiserhöhung bis zu fünf Prozent des Reisepreises fordern, ohne dass dem Reisenden ein kostenfreies Rücktrittsrecht zustand. Erhöhen sich nun nach Vertragsabschluss beispielweise die Kosten für Treibstoff oder Hafen- und Flughafengebühren, kann der Reiseveranstalter nach dem neuen Pauschalreiserecht den Reisepreis sogar um bis zu acht Prozent erhöhen. Erst wenn es noch teurer wird, kann der Urlauber von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und ohne Stornogebühren von der Reise zurücktreten. Die Preiserhöhung darf jedoch laut ARAG Experten nicht später als 20 Tage vor Reisebeginn erfolgen. Hat der Reiseveranstalter sich das Recht zur Preiserhöhung vorbehalten, muss er aber auch eventuelle Preissenkungen an den Kunden weitergeben, sollten sich seine Ausgaben für Treibstoff u.a. reduzieren.

Reklamation: Verjährung erst nach zwei Jahren
Der Urlauber, der wegen Reisemängeln Ansprüche geltend machen will (Preisminderung, Schadensersatz wegen entgangener Urlaubsfreude u.a.), musste dies früher innerhalb von einem Monat nach dem vertraglichen Ende der Reise beim Reiseveranstalter anzeigen. Ansonsten ging er leer aus. Diese Ausschlussfrist ist weggefallen. Die Verjährungsfrist beträgt zwei Jahre und darf vom Reiseveranstalter auch nicht durch seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) verkürzt werden.

Unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände
Kommt es nach Vertragsabschluss zu einer Gefahrenlage am Urlaubsort oder sind aufgrund äußerer Einflüsse erhebliche Beeinträchtigungen zu erwarten, kann der Reisekunde kostenfrei vom Vertrag zurücktreten. Im neuen Reiserecht wird hierfür der Begriff der „unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umstände“ genutzt; der Begriff der „höheren Gewalt“ findet sich in den Vorschriften nicht mehr. Bei einer entsprechenden Situation während der Reise kann der Urlauber die Reise vorzeitig abbrechen. Fallen Mehrkosten zum Beispiel für zusätzliche Übernachtungen aufgrund einer geänderten vertraglich vereinbarten Rückreise an, kann der Reiseveranstalter diese nicht mehr, wie bisher, zur Hälfte dem Kunden auferlegen. Für bis zu drei Nächste muss er die Reisenden nun kostenfrei in einer vergleichbaren Kategorie unterbringen.

Unfall auf Pauschalreise
Für Fehltritte im Urlaub, bei denen sich die Reisenden verletzen, kann der Reiseveranstalter natürlich nichts. Er muss aber Vorkehrungen treffen, „die ein umsichtiger und verständiger, in vernünftigen Grenzen vorsichtiger Mensch für notwendig und ausreichend halten darf, um andere vor Schäden zu bewahren“. So hat es erst kürzlich der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil formuliert. Der Veranstalter muss sich also vor Ort davon überzeugen, dass beispielsweise die Hotelanlagen keine Unfallherde oder Stolperfallen aufweisen. Tut er dies nicht in ausreichendem Maße, kann er unter Umständen nach einem Unfall seiner Kunden zur Kasse gebeten werden (BGH, Az.: X ZR 166/18).

Informationspflichten und Beistandspflicht
Reiseveranstalter müssen dem Pauschalreisenden bereits vor Buchung der Reise ein Infoblatt überreichen, mit dem der Reisende über seine Reche und die gesetzlichen Regelungen informiert wird. Befindet sich der Reisende in Schwierigkeiten, muss der Reiseveranstalter ihm außerdem in angemessener Weise Hilfe leisten, indem er zum Beispiel Infos über Gesundheitsdienste, Behörden oder andere Reisemöglichkeiten bereitstellt.

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit mehr als 4.100 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von 1,7 Milliarden EUR.

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Insolvenz von Thomas Cook: Das gilt jetzt für Kunden!

ARAG Experten zur Pleite des weltweit zweitgrößten Tourismus-Riesen

Insolvenz von Thomas Cook: Das gilt jetzt für Kunden!

Das 1841 gegründete Reiseunternehmen Thomas Cook ist pleite. Branchenintern spricht man von dem ersten Opfer des Brexit-Chaos. Die unsicheren Wirtschaftsprognosen und das aufgeweichte britische Pfund haben der Reiselust der Briten einen gehörigen Dämpfer verpasst. Doch nicht nur Urlauber aus dem Vereinten Königreich müssen sich Sorgen machen. Auch die Kunden der deutschen Thomas-Cook-Ableger wie z. B. Neckermann Reisen, Bucher Last Minute, Öger Tours, Air Marin und Thomas Cook Signature sind betroffen. Was die Pleite für deutsche Urlauber bedeutet, erklären ARAG Experten.

Im Urlaub von der Pleite überrascht
Viele tausend Urlauber aus Deutschland sind mit Thomas Cook oder einem der Tochterunternehmen unterwegs. Die Nachricht von der Pleite trifft sie unvermittelt im Urlaub. Condor, die Fluggesellschaft des insolventen Unternehmens, will den Flugbetrieb zwar bis auf weiteres aufrechterhalten, aber eine Garantie haben betroffene Passagiere nicht. Immerhin sind deutsche Pauschaltouristen vor den Folgen einer Insolvenz rechtlich abgesichert, wenn auch die deutschen Tochterfirmen einen Insolvenzantrag stellen. Nach Auskunft der ARAG Experten müssen Reiseveranstalter bei Abschluss einer Pauschalreise einen so genannten Reisesicherungsschein aushändigen. Darauf ist die Insolvenzversicherung des jeweiligen Veranstalters vermerkt. Und die stellt sicher, dass Urlauber nach Hause gebracht werden. Wie im Falle der erst im Februar pleite gegangenen Airline Germania, kann das durch die Unterstützung anderer Fluggesellschaften geschehen oder auch auf anderen Wegen, z. B. per Schiff oder Bahn. Fallen dabei Mehrkosten an, werden sie in der Regel von der Insolvenzversicherung erstattet.

Allerdings müssen Urlauber nun damit rechnen, dass die Reise vorzeitig beendet ist und sie im schlimmsten Fall vom Hotelier auf die Straße gesetzt werden. Doch bevor man sich auf eigene Faust nach einer Ersatzunterkunft umschaut und auf diesen Kosten unter Umständen sitzen bleibt, raten die ARAG Experten, sich an die Reiseleitung vor Ort zu wenden.

Reise gebucht: Was tun?
Der Hinweis auf der deutschen Thomas-Cook-Homepage ist eindeutig: „Die Durchführung von Reisen mit Abreisedatum 23. und 24. September kann nicht gewährleistet werden. Jeglicher Verkauf von Reisen ist gestoppt.“ Nach eigenen Angaben haben die in Deutschland vertretenen Tochterunternehmen von Thomas Cook den Verkauf von Reisen und Flügen bis auf weiteres komplett eingestellt. Urlauber, die also bereits auf gepackten Koffern sitzen und im Begriff sind, zum Flughafen zu fahren, können wieder auspacken. Das Geld für die nicht angetretene Reise erstattet ihnen der Veranstalter, über den die Pauschalreise gebucht wurde, oder die Insolvenzversicherung. Auf Schadensersatz für entgangene Urlaubsfreude sollten die enttäuschten Urlauber nach Auskunft der ARAG Experten allerdings nicht zu sehr hoffen.

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Mit dem Fernbus auf große Fahrt

ARAG Experten über Fahrgastrechte bei Busreisen und wie man sie durchsetzt

Mit dem Fernbus auf große Fahrt

Die Deutschen sind Reiseweltmeister. Doch der Urlaub im Pkw endet oft in endlosen Staus, Flugreisen belasten die CO2-Bilanz und die Bahn ist notorisch spät dran. Daher erfreuen sich Busreisen einer wachsenden Beliebtheit. ARAG Experten erläutern, welche Ansprüche Buspassagiere haben. Vor allem, wenn mal nicht alles nach (Fahr-)Plan läuft.

Fahrgastrechte im Fernbus
Seit 2013 gilt bei Fernbusreisen EU-weit eine einheitliche Verordnung. Sie regelt unter anderem die Rechte der Fahrgäste bei Verspätung oder Annullierung der Abfahrt und die daraus resultierenden Erstattungsansprüche. Ist die Busfahrt Bestandteil einer Pauschalreise, gelten allerdings die gesetzlichen Bestimmungen des Pauschalreiserechts. Dann haben Buspassagiere bei Mängeln unter Umständen Gewährleistungsansprüche wie etwa Reisepreisminderung oder Schadensersatz. Voraussetzung dafür ist, dass die Fahrt insgesamt länger als 24 Stunden dauert, mindestens eine Übernachtung beinhaltet und ihr Wert 500 Euro übersteigt. Damit sollen pauschale Tagesreise-Angebote wie beispielsweise „Kaffeefahrten“ bewusst ausgeklammert werden.

Konkret gilt für Fahrten von mehr als 250 Kilometern Folgendes: Bei Annullierung, Überbuchung oder mehr als zweistündiger Verspätung der Abfahrt muss der Beförderer den Fahrgästen die Fortsetzung der Fahrt (gegebenenfalls mit geänderter Streckenführung) oder eine Erstattung des Fahrpreises anbieten. Tut er das nicht, kann der Fahrgast zusätzlich eine Entschädigung in Höhe von 50 Prozent des Fahrpreises beanspruchen. Über die Annullierung oder eine Verspätung der Abfahrt muss der Beförderer so rasch wie möglich, spätestens aber 30 Minuten nach der planmäßigen Abfahrtszeit, informieren.

Wird eine planmäßig mehr als drei Stunden dauernde Fahrt annulliert oder verspätet sich eine solche Abfahrt von einem Busbahnhof um mehr als 90 Minuten, muss den Fahrgästen kostenlos ein Imbiss, Mahlzeiten oder Erfrischungen angeboten werden. Falls erforderlich, haben sie auch Anspruch auf ein Hotelzimmer – und zwar bis zu zwei Nächten und 80 Euro pro Nacht und Fahrgast. Letzteres gilt allerdings nicht, wenn widrige Wetterbedingungen oder schwere Naturkatastrophen für die Verspätung oder Annullierung verantwortlich waren.

Die EU-Verordnung normiert darüber hinaus auch die Ansprüche der Buspassagiere, wenn Gepäckstücke infolge eines Unfalls verloren gehen oder beschädigt werden. Die Höhe der Entschädigung bemisst sich laut Verordnung zwar nach den deutschen Vorschriften. Die Höchstgrenze muss jedoch mindestens 1.200 Euro pro Gepäckstück betragen. Außerdem muss der Beförderer den Fahrgästen nach einem Unfall Hilfe in Form von Unterbringung, Verpflegung, Kleidung, Erster Hilfe oder Beförderung leisten. Beides gilt aber wiederum nur für Strecken, die planmäßig länger als 250 Kilometer sind.

Durchsetzung von Ansprüchen: Schlichtungsstelle SÖP
Und wer hilft weiter, wenn sich die Busunternehmen weigern, die berechtigten Ansprüche der Reisenden zu erfüllen? Die Bundesregierung hat hierfür die „Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr e.V.“ – kurz: SÖP – als Schlichtungsstelle für Streitfälle anerkannt. An sie können sich Reisende wenden, wenn ihre Beschwerde beim Unternehmen erfolglos war und das Unternehmen Mitglied bei der SÖP ist. Eine Liste der Verkehrsunternehmen, die Mitglied sind, findet sich im Internet. Das Schlichtungsverfahren ist für die Reisenden kostenlos. Voraussetzung für eine Schlichtung ist allerdings, dass der Anspruch zunächst (erfolglos) gegenüber dem Beförderer geltend gemacht wurde und seit der Geltendmachung mehr als ein Monat vergangen ist. Das passende Online-Formular für die Beschwerde finden Betroffene ebenfalls im Internet.

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Reisepreisminderung: So beschweren Sie sich richtig!

ARAG Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer über Reisemängel und Reisepreisminderung

Reisepreisminderung: So beschweren Sie sich richtig!

Die Ferienzeit neigt sich dem Ende. Leider bringt sie manchmal nicht nur Urlaubsfreuden, sondern auch Frust mit sich. In Zeiten, in denen Billigflieger, Last-Minute-Angebote und „Superschnäppchen“ Hochkonjunktur haben, sehen sich Urlauber häufig mit erheblichen Reisemängeln konfrontiert. Die wichtigsten Fragen zum Thema „Beschwerden richtig anbringen“ und „Reisepreisminderung“ beantwortet ARAG Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer.

Was müssen Urlauber gerade noch hinnehmen und lohnt ein Antrag auf Reisepreisminderung?
RA Tobias Klingelhöfer: Grundsätzlich wird zwischen „Unannehmlichkeit“ und tatsächlichem Mangel unterschieden! Der leichte Dieselgeruch auf einer Kreuzfahrt wäre ersteres, Kakerlaken auf dem Büffet hingegen ein wirklicher Grund zur Reisepreisminderung. Grundsätzlich gilt bei der Buchung einer Pauschalreise, dass der Reiseveranstalter seinen Verpflichtungen, welche sich häufig mit einem Blick in den Reiseprospekt feststellen lassen, nachkommen muss. Doch auch hier ist Vorsicht geboten! Ein „Zimmer zur Meerseite“ bedeutet nicht gleich Anspruch auf Meerblick und auch die Definition „Strandlage“ lässt mehr Interpretationsraum zu, als vielen Urlaubern lieb ist.

Wie geht man bei Reisemängeln am besten vor?
RA Tobias Klingelhöfer: Damit eine nachträgliche Reisepreisminderung Erfolg hat, sollte man unbedingt einige Verhaltensregeln beachten. Zunächst muss direkt vor Ort eine Reklamation erfolgen. Dazu informiert man den Reiseveranstalter (also z. B. den Reiseleiter vor Ort) von den herrschenden Mängeln und räumt ihm eine angemessene Frist zur Mängelbeseitigung ein. Am besten erfolgt die Beschwerde schriftlich. Zumindest sollten Sie aber darauf bestehen, dass die Reiseleitung Ihnen schriftlich bestätigt, die Reklamation zur Kenntnis genommen zu haben. Eine Beschwerde bei der Hotelrezeption oder dem heimischen Reisebüro reicht nicht aus! Ist die Frist verstrichen und sind die Mängel noch nicht behoben, sollte man sich an die Beweissicherung begeben. Dazu eignen sich Zeugenaussagen und Fotos, aber vor allen Dingen sollten alle Mängel schriftlich mit Zeit- und Datumsangabe festgehalten werden.

Und wie geht es nach dem Urlaub weiter, wenn man eine Reisepreisminderung erreichen will?
RA Tobias Klingelhöfer: Man schildert nach der Heimreise dem Reiseveranstalter schriftlich die vorgefundenen Mängel, mit der gesamten Dokumentation; also Fotos vom unzureichenden Frühstücksbüffet oder ein kurzes Video, welches die laute Baustelle vor dem Hotelzimmer zeigt, Zeugenaussagen, Lärm-Protokoll etc. pp. Wichtig: Aus dem Schreiben muss ausdrücklich hervorgehen, dass man einen finanziellen Ausgleich in Form einer nachträglichen Reisepreisminderung oder sogar Schadensersatz verlangt. Ansonsten kann der Reiseveranstalter davon ausgehen, dass sich ein unzufriedener Kunde mit der Beschwerde nur einmal Luft verschaffen wollte.

Auf welche Fristen muss man achten?
RA Tobias Klingelhöfer: Urlauber, die ihre Reise seit dem 1. Juli 2018 gebucht haben, profitieren vom neuen Pauschalreiserecht: Sie haben zwei Jahre Zeit, um die Mängel schriftlich beim Veranstalter anzuzeigen. Vorher galt eine Frist von nur einem Monat für die Geltendmachung der Ansprüche.

Lohnen sich die Mühe und der Ärger wirklich? Wie hoch sind denn die Reisepreisminderungen?
RA Tobias Klingelhöfer: Die Höhe einer Reisepreisminderung wegen Reisemängeln wird von Urlaubern oft überschätzt. Einen ersten Überblick verschafft die Frankfurter Tabelle im ARAG Reisepreisminderungsrechner, die für fast alle möglichen Mängelkategorien die dazugehörigen Prozentsätze der Reisepreisminderung errechnet. Die tendieren zwischen 5 Prozent für zum Beispiel einen eintönigen Speiseplan und 50 Prozent für starken Ungezieferbefall des Wohnbereiches. Die Reisepreisminderungstabelle der 24. Zivilkammer des Frankfurter Landgerichts gibt allerdings auch nur Anhaltspunkte und ist nicht in jedem Fall rechtsverbindlich.

Kann man auch Schadensersatz fordern?
RA Tobias Klingelhöfer: Schadensersatzansprüche wegen entgangener Urlaubfreuden sind eher selten – aber nicht unmöglich. Sind die Mängel der Reise so erheblich, dass der Reisepreis um mindestens die Hälfte gemindert wird, steht den Urlaubern unter Umständen auch Schadensersatz zu. In einem konkreten Fall wurde auf dem Hotelgelände täglich mit dem Presslufthammer gebaut. Dies konnten die genervten Urlauber mit Fotos belegen. Durch den Baustellencharakter der Hotelanlage während des gesamten Urlaubs war die Reise so mangelhaft, dass die Urlauber 60 Prozent des Reisepreises zurückerhielten, urteilte das Landgericht Frankfurt (Az.: 2-24 S 135/09). Da die Mängel so erheblich waren, stand den Urlaubern außerdem Schadensersatz wegen entgangener Urlaubsfreude zu.

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Reisemängel: Na, wie war der Urlaub?

ARAG Experten über enttäuschte Urlaubsträume und Reisemängel

Reisemängel: Na, wie war der Urlaub?

Es sollten die schönsten Wochen des Jahres werden. Aber leider entpuppen sich die Erwartungen manchmal als zu hoch gesteckt. Und dafür hat man auch noch richtig viel Geld ausgegeben. Der erhoffte Traumurlaub wird dann schnell zur Riesenpleite. Selbst wenn es nicht gleich ein Horror-Trip wird – Reisemängel sind immer ein echtes Ärgernis. Wer nach der (Pauschal-)Reise eine Preisminderung einfordern will, sollte laut ARAG Experten schon am Urlaubsort einige Regeln beachten.

Was sind eigentlich Reisemängel?
Nicht alle Reisemängel haben die gleiche Qualität; deshalb unterscheiden die Fachleute drei Kategorien: Geringfügige Reisemängel liegen unterhalb der Toleranzschwelle eines durchschnittlich empfindlichen Reisenden und müssen ganz einfach hingenommen werden. In der Fremde ist eben nicht alles wie daheim. ARAG Experten weisen aber darauf hin, dass mit steigendem Reisepreis diese Toleranzschwelle sinkt. Wer viel bezahlt, darf eben auch viel erwarten. Einfache Reisemängel sind solche, bei denen das Preis-Leistungs-Verhältnis aus dem Gleichgewicht gerät und korrigiert werden muss: Entweder dadurch, dass der Mangel abgestellt wird, oder durch einen Nachlass des Reisepreises. Wird die Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt, so kann der Reisende den Vertrag kündigen. Solche erheblichen Reisemängel rechtfertigen darüber hinaus möglicherweise sogar einen Anspruch auf eine Geldentschädigung wegen vertaner Urlaubszeit.

Erste Hilfe bei Reisemängeln: das Abhilfeverlangen
Die erste und in vielen Fällen sinnvollste Reaktionsmöglichkeit auf Reisemängel ist das Abhilfeverlangen. Der richtige Adressat hierfür ist die örtliche Vertretung des Reiseveranstalters (z. B. der Reiseleiter) am Urlaubsort. Wichtig ist, dass die Mängel sofort im Gespräch mit der Reiseleitung genau beschrieben werden und sofortige Abhilfe verlangt wird. Die ARAG Experten raten dringend dazu, eine angemessene Frist, bis zu der die Abhilfe durch den Veranstalter erfolgen soll, zu setzen und sich alles schriftlich bestätigen zu lassen. Aber Achtung: Die Abhilfe muss kostenfrei sein! Wenn also z. B. ein Ersatzhotel angeboten wird, welches teurer ist als die bisherige Unterkunft, darf der Urlauber nicht für die Mehrkosten zur Kasse gebeten werden.

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Pauschalreisende müssen übrigens schon vor Buchung der Reise vom Reiseveranstalter ein Infoblatt erhalten, mit dem der Reisende über seine Reche und die gesetzlichen Regelungen informiert wird. Befindet sich der Reisende in Schwierigkeiten, muss der Reiseveranstalter ihm außerdem in angemessener Weise Hilfe leisten, indem er zum Beispiel Infos über Gesundheitsdienste, Behörden oder andere Reisemöglichkeiten bereitstellt.

Das können Sie selbst tun
Oft sind Reiseveranstalter nicht so kooperativ wie die Urlauber sich das wünschen. Oder die Reiseleitung vor Ort ist so langsam, dass innerhalb der begrenzten Urlaubszeit keine Abhilfe geschaffen werden kann. Dann darf sich der Urlauber selbst helfen – auf Kosten des Veranstalters. Das ist zum Beispiel bei überbuchten Unterkünften der Fall. Der Urlauber kann sich dann ein anderes Hotel in ähnlicher Ausstattung suchen. Dabei sollte allerdings ein erheblicher Mangel bestehen; andernfalls könnte es passieren, dass die Gerichte die Selbsthilfe nicht anerkennen. Zudem muss dem Veranstalter vorher die Möglichkeit zur Abhilfe eingeräumt werden. Erst wenn er diese nicht in einer angemessenen, fairen Frist leistet, darf sich der Urlauber ein anderes Hotel suchen. Die entstehenden Kosten muss er zunächst vorstrecken und nach seiner Rückkehr beim Veranstalter geltend machen. Während Urlauber nach der bis 2018 geltenden Rechtslage hierfür nur einen Monat Zeit hatten, kommen sie für Reisen, die seit dem 1. Juli des vergangenen Jahres gebucht wurden, in den Genuss des neuen Pauschalreiserechts. Danach gilt eine Frist von zwei Jahren für die Geltendmachung der Ansprüche.

Lohnt sich ein Streit?
Um die Reklamationen der Reisemängel später auch beweisen zu können, sollte man bei allen Gesprächen mit der Reiseleitung einen Zeugen dabei haben. Am besten dazu geeignet ist ein anderer Hotelgast, der im Gegensatz zu Familienangehörigen auch im Falle einer Gerichtsverhandlung glaubwürdig ist. Viele Urlauber überschätzen allerdings die von den Gerichten zugesprochenen Minderungssätze. Diese liegen meistens zwischen fünf und dreißig Prozent des Reisepreises, nur selten geht es deutlich darüber hinaus. Das macht selbst bei einer teuren Reise nur eine enttäuschende Reisepreisminderung. Das Anliegen der ARAG Experten lässt sich deshalb in einer Faustformel zusammenfassen: „Streiten Sie nur dann, wenn der Anlass einen Streit wert ist!“. Denn jeder Streit kostet Zeit und Nerven und greift damit gerade das Kapital an, was im Urlaub angesammelt werden soll – Ruhe und Gelassenheit. Um die Entscheidung „streiten oder nicht“ richtig zu treffen, hilft ein Blick in die Reisepreisminderungstabelle des Landgerichts Frankfurt. Die gibt unverbindliche Anhaltspunkte, welche Minderung des Reisepreises man gegebenenfalls geltend machen kann:

-Massive Schäden am Hotelzimmer (Schimmel, Risse an Tapeten und Wänden, etc.) oder Ungeziefer (Wichtig: Eine kleine Spinne oder eine einzelne Kakerlake reichen nicht aus.)
Minderung: 10-50 Prozent

-Abweichende Strandentfernung des Hotels
Minderung: 5-15 Prozent

-Fehlender Meerblick
Minderung: 5-10 Prozent

-Eintöniges Essen oder nicht ausreichend warmes Essen oder ungenießbares Essen
Minderung: 5-30 Prozent

-Ausfall der Klimaanlage
Minderung: 10-20 Prozent

-Kein Strand, obwohl versprochen, fehlender oder verschmutzter Pool
Minderung: 10-20 Prozent

Koffer weg – auch ein Reisemangel?
Herrlich, Sie sind angekommen. Doch leider ist Ihr Koffer nicht auf dem Gepäckband am Flughafenterminal zu finden. Das müssen Sie nun unverzüglich bei der Fluggesellschaft bzw. über das „Lost and Found“ Büro im Flughafen schriftlich melden. Welche Schritte noch zu tun sind, verraten die ARAG Experten hier: https://www.arag.de/auf-ins-leben/fernweh/koffer-verloren-flugreise/

Vorsicht: nachträgliche Preiserhöhung
Früher durfte der Reiseveranstalter bei im Voraus gebuchten Reisen bei bestimmten Gründen eine nachträgliche Preiserhöhung bis zu fünf Prozent des Reisepreises fordern, ohne dass dem Reisenden ein kostenfreies Rücktrittsrecht zustand. Erhöhen sich nun nach Vertragsabschluss beispielweise die Kosten für Treibstoff oder Hafen- und Flughafengebühren, kann der Reiseveranstalter den Reisepreis nach dem neuen Pauschalreiserecht sogar um bis zu acht Prozent erhöhen. Erst wenn es noch teurer wird, kann der Urlauber von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und ohne Stornogebühren von der Reise zurücktreten. Die Preiserhöhung darf jedoch laut ARAG Experten nicht später als 20 Tage vor Reisebeginn erfolgen. Hat der Reiseveranstalter sich das Recht zur Preiserhöhung vorbehalten, muss er aber auch eventuelle Preissenkungen an den Kunden weitergeben, sollten sich seine Ausgaben für Treibstoff u.a. reduzieren.

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